Maori-Schädel jetzt im Museum

Uni Göttingen überreicht tätowierte Köpfe an Delegation aus Neuseeland

Hinemoana Baker und Te Arikirangi Mamaku (von links) von der maorischen Delegation nehmen das schwarze Tuch ab, mit dem die tupuna (Ahnen) während der Zeremonie bedeckt waren.
+
Hinemoana Baker und Te Arikirangi Mamaku (von links) von der maorischen Delegation nehmen das schwarze Tuch ab, mit dem die tupuna (Ahnen) während der Zeremonie bedeckt waren.

Die Universität Göttingen hat zwei tätowierte Maori-Schädel aus Neuseeland an das Museum Te Papa-Tongarewa im neuseeländischen Wellington übergeben.

Göttingen – Die Schädel seien am Donnerstag in einer feierlichen Zeremonie an eine Delegation aus Neuseeland überreicht worden, teilte die Universität am Freitag mit. Die Schädel gelangten im Jahr 1834 auf Vermittlung des englischen Königshauses an die Universität.

Seit 1934 zählen sie laut Inventar als „Kopftrophäen“ der Maori zur Ethnologischen Sammlung. Bislang gebe es keine Informationen darüber, wie die beiden von Neuseeland nach Europa gelangten, sagte der Kustos der Sammlung, Michael Kraus. „Aus Respekt vor den Maori unterstützen wir jedoch gerne ihre Rückkehr.“

Das neuseeländische Nationalmuseum organisiert seit 2003 im Rahmen eines staatlichen Förderprogramms die Rückholung menschlicher Überreste der Ureinwohner. Mehr als 600 Vorfahren konnten den Angaben zufolge auf diese Weise zurückgebracht werden. Die Schädel fänden ihren heiligen Aufbewahrungsort zunächst im Museum, da ihre Stammesverbindungen bislang nicht identifiziert werden konnten.  (epd/ana)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.