Universität trifft Inklusionsvereinbarung

Uni Göttingen will komplett barrierefrei werden

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Inklusions-Vereinbarung bei der Uni Göttingen: (von links) Mirko Dreesmann (stellvertretender Leiter Abteilung Personal), Dr. Johannes Hippe (Vorsitzender des Personalrats) Katrin Lux (Diversity Management Studierende), Uni-Präsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel, Inklusionsbeauftragter Dr. Ulrich Löffler,, Katrin Gehrke (Vertrauensperson schwerbehinderter Menschen) und Dr. Daniela Marx von der Stabsstelle Chancengleichheit und Diversity.

Göttingen. Die Universität Göttingen strebt eine umfassende Barrierefreiheit für ihre schwerbehinderten Beschäftigten an. Das steht in einer kürzlich unterzeichneten Vereinbarung.

Mitglieder von Universität, Schwerbehindertenvertretung (SBV) und Personalrat haben eine entsprechende Inklusionsvereinbarung unterzeichnet. Ziel der Vereinbarung ist es, den Anteil schwerbehinderter Beschäftigter zu erhöhen und die Ziele der UN-Behindertenrechtskonvention umzusetzen. Dazu wird die Universität die Einstellung und Ausbildung von schwerbehinderten Menschen fördern, ihre Beschäftigungsverhältnisse sichern und die Arbeitsplätze individuell und bedarfsgerecht gestalten. Betroffene Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen ermutigt werden, eine Schwerbehinderung oder Gleichstellung zu beantragen und über ihre Rechte informiert werden.

„Durch die Inklusionsvereinbarung sollen alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, insbesondere die Führungskräfte für die Belange behinderter Menschen in allen Arbeitsprozessen sensibilisiert werden“, sagt der Personalratsvorsitzende Dr. Johannes Hippe. Die Initiative für die Vereinbarung ging vor rund einem Jahr von der damaligen Vertrauensperson schwerbehinderter Menschen Elke Zufall-Roth aus. Ihre Nachfolgerin Katrin Gehrke hat den erfolgreichen Abschluss vorangetrieben. „Die inhaltliche Umsetzung der Inklusionsvereinbarung soll Anreize schaffen, die Menschen mit Behinderung individuell und nachhaltig dienen. Dadurch wird die Attraktivität der Universität für Auszubildende und Beschäftigte gesteigert“, so Gehrke.

„Die Universität strebt eine barrierefreie Gemeinschaft an, in der niemand ausgegrenzt wird, sondern in der jedes Mitglied der Universität gleichberechtigt teilhaben kann“, sagt Universitätspräsidentin Prof. Dr. Ulrike Beisiegel. „Inklusion ist Teil unserer Diversitätsorientierung. Wie die Gleichstellung der Geschlechter, Vereinbarkeit und Internationalisierung ist sie als Querschnittsthema im Entwicklungsplan verankert. Langfristiges Ziel ist es, über Maßnahmen für einzelne Zielgruppen hinaus grundlegende Strukturveränderungen und einen nachhaltigen Kulturwandel an der Universität anzustoßen.“

Informationen zur Schwerbehindertenvertretung sind im Internet unter www.uni-goettingen.de/de/sbv zu finden. (pug/tko)

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