Universitätsmedizin Göttingen

Bau der Intensivmedizin an der Uni-Klinik Göttingen geht in entscheidende Phase

Zwei große Kräne heben vor einem großen Gebäude Beton-Gebilde von einem Lastwagen.
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Mit zwei riesigen Kränen werden die einzelnen Module für die künftige Intensivstation auf die vorbereiteten Sockel gesetzt.

Die Uni-Medizin Göttingen (UMG) baut ein Modulgebäude für die Versorgung von Corona-Patienten mit schwerem Krankheitsverlauf. Jetzt werden die einzelnen Elemente geliefert.

Göttingen – Der Bau des Modulgebäudes Intensivmedizin (IMG) für die Versorgung von Corona-Patienten an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) geht in die entscheidende Phase: Jetzt werden die einzelnen Elemente angeliefert.

Mit dem Projekt schafft die Uni-Medizin 41 Intensivbetten für Patienten mit besonders schwerem Corona-Verlauf. Die Baukosten belaufen sich rund 26,6 Millionen. Euro. Das Land Niedersachsen und Universitätsmedizin Göttingen teilen sich die Kosten.

Das neue Modulgebäude mit 41 Plätzen zur Versorgung von Corona-Patienten entsteht zwischen den Bettenhäusern der Uni-Medizin.

Gesamter Aufbau soll am 10. April abgeschlossen sein

Die Module werden mit einem möglichst hohen Vorfertigungsgrad angeliefert, vormontiert sind Dämmung, Fenster, Bodenbeläge bis hin zu technischen Installationen.

Seit Dienstag liefern mehrere Schwerlasttransporter insgesamt 100 Module an, täglich etwa zehn Exemplare. Die Schwertransporter kommen aus Cadolzburg bei Fürth, haben Überbreite und fahren nachts die Universitätsmedizin an.

Täglich ab 8 Uhr laden Großkräne im 45-Minutentakt die Module von den Transportern ab und führen sie auf der Baustelle zusammen. Der gesamte Aufbau erfolgt in zwei Abschnitten und soll am 10. April abgeschlossen sein.

Für das Projekt sind ein schwerer Mobilkran mit einer Traglast von 500 Tonnen und ein weiterer Kran mit einer Traglast von 200 Tonnen notwendig Er unterstützt den Hauptkran beim Abladen und Aufstellen der Module. Beide Kräne stehen zwischen den Bettenhäusern.

Erster Neubau für die Krankenversorgung seit 45 Jahren

Dr. Martin Siess, Vorstand Krankenversorgung der UMG, macht deutlich: „Das neue Modulgebäude Intensivmedizin ist ein wichtiger Meilenstein für die Ertüchtigung der Universitätsmedizin Göttingen.“

An der UMG wird mit diesem Gebäude erstmals seit fast 45 Jahren ein Neubau für die Krankenversorgung errichtet, so Siess. „Wir sind froh, dass es mit diesem modularen Aufbau des Gebäudes schnell vorangeht bei der Bewältigung der aktuellen Pandemie.“

Prof. Dr. Konrad Meissner, Direktor der Klinik für Anästhesiologie, ergänzt: „Die Intensivmedizin an der UMG braucht dringend diese Verstärkung. Das ist jetzt eine riesige Chance. Wir machen was Gutes daraus.“

Prof. Dr. Thomas Paul, Direktor der Klinik für Pädiatrische Kardiologie, Intensivmedizin und Pneumologie, wird mit seinem Team das neue Gebäude nach dem Abklingen der Corona-Pandemie für die Versorgung von jungen Patienten in der Kinderintensivmedizin nachnutzen. (Bernd Schlegel)

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