Uni-Klinik Göttingen hat ein neues Blockheizkraftwerk

Strom und Wärme für die Uni-Medizin aus dem eigenen Kraftwerk

Nahmen das neue Blockheizkraftwerk der Uni-Medizin per Knopfdruck in Betrieb: (von rechts) Wissenschaftsminister Björn Thümler, Landtagspräsidentin Gebriele Andretta und Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann. Foto: Schlegel

Göttingen. Die Universitätsmedizin Göttingen kann sich zu einem Großteil selbstständig mit Strom und Wärme versorgen. Ein neues Blockheizkraftwerk (BHKW) macht es möglich.

Das steht an der Feuerwehr des Klinikums auf der Westseite des Grundstücks.

Die neue 4,7 Millionen Euro teure Anlage, die das Land Niedersachsen finanzierte, wurde am Donnerstag offiziell von Niedersachsens Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU) in Betrieb genommen. Mit dabei waren zudem Landtagspräsidentin Dr. Gabriele Andretta und Bundestagsvizepräsident Thomas Oppermann (beide SPD).

Für den Antrieb der Anlage sorgt ein 54 Tonnen schwerer Schiffsmotor, der mit Erdgas betrieben wird. Die Anlage kann etwa die Hälfte des in der Uni-Medizin benötigten Stroms produzieren. Außerdem deckt die Abwärme, die bei der Stromproduktion entsteht, den Grundlast an Wärme im Klinikum. So wird mit dem BHKW das Trinkwasser erwärmt sowie das zentrale Klinikumsgebäude beheizt. Der Gesamtwirkungsgrad der Energieausnutzung liegt bei etwa 91 Prozent, freuten sich die UMG-Vorstandsmitglieder Prof. Dr. Heyo K. Kroemer und Dr. Sebastian Freytag.

Allein für Energie gibt die UMG jährlich etwa 20 Millionen Euro aus. Die Uni-Klinik verbraucht dabei so viel Energie wie die Einwohner von Northeim und seinen Ortsteilen - man spricht von der Menge, die 33.000 Privathaushalte versorgen könnte. Außerdem gibt es durch die Kraft-Wärme-Kopplung einen positiven Umweltaspekt: „Wir vermeiden rund 6500 Tonnen Kohlendioxid pro Jahr, so viel wie 2500 Fichten jährlich von dem Treibhausgas aufnehmen und in Sauerstoff wandelt“, rechnete Otto Wilhelm Holzigel, Leiter des Sachgebiets „Energiemanagement“ im Geschäftsbereich Gebäudemanagement der UMG vor.

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