Neubau Universitätsmedizin Göttingen

Uni-Klinik-Neubau: Geld für Planung ist da - Land genehmigt 76 Millionen Euro

Uni-Klinik Göttingen (UMG): Luftbild mit Gebäuden wie Zentralgebäude (oben, Mitte), Bettenhäuser I und II (rechts oben) sowie dem Baufeld.
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Universtitätsmedizin Göttingen (UMG): Luftbild mit Gebäuden wie Zentralgebäude (oben, Mitte), Bettenhäuser I und II (rechts oben) sowie dem Baufeld und Studentenwohnhochhaus (vorne).

Der Haushaltsausschuss des Landtages hat die Bauabschnittsplanung der Baustufe 1 positiv bewertet. Das Wissenschaftsministerium hat zudem 76 Millionen für die Bauplanungen bewilligt.

Göttingen – Nun sieht es – endlich – ganz gut aus für einen möglichen Start des Neubaus der Göttinger Uni-Klinik. Die Universitätsmedizin Göttingen spricht laut Baugesellschaftschef Chritian Kilz von einem „Planungsbeginn im Sommer 2022“. Ein Baubeginn, also der Zeitpunkt wenn die Bagger tatsächlich beginnen zu baggern, ist das aber noch nicht. Laut Schätzung der UMG wird das Ende 2024/Anfang 2025 der Fall sein.

In besagter Baustufe 1 enthalten ist der Abriss des Bettenhauses 1 samt Neubau mit einer Kapazität von 624 Betten, der Bau des Operationszentrums mit 25 OP-Sälen sowie des Herz-, Neuro und Notfallzentrum.

Wachsen soll all das aus dem „Loch“, dem Baufeld zwischen Studentenwohnhochhaus Robert-Koch-Straße und Bettenhaus 1, wo früher der „Schwänchenteich“ samt Hochwasserüberlaufbecken und Pumpwerk war. Kosten soll diese Baustufe 1 laut Planung rund 425,5 Millionen Euro.

Die Dachgesellschaft Bauvorhaben Hochschulmedizin Niedersachsen mbH (DBHN) des Landes hatte eine Neuplanung der Baustufe 1 eingefordert. Das hatte zu einer massiven Verzögerung des Projekts gesorgt. Anfang Juli gab die DBHN nun grünes Licht.

So kann die im Februar gegründete Baugesellschaft UMG einen „Finanzhilfeantrag für die Realisierung des zentralen baulichen Kernelements der Krankenversorgung auf dem geplanten neuen Medizin-Campus stellen„um weiter zügig voranzukommen“, so die UMG.

Ein wichtiger Schritt auf dem langen, langen Weg zum Neubau, war im September 2020, dass der Haushaltsausschuss des Landtages die Baustufe 1 in den Maßnahmenfinanzierungsplan des vom Land gebildeten Sondervermögens zugestimmt.

Mit den 1,05 Mrd. Euro, die darin für die UMG bereitstehen, können die ersten drei Baustufen finanziert werden: besagtes Operatives Zentrum mit Herz-, Neuro- und Notfallzentrum, dazu Eltern-Kind-Zentrum und das Bildgebende Diagnostikzentrum.

Neubau Uni-Klinik: So soll der Bauabschnitt 1 einmal aussehen, wenn die Gebäude stehen - mit OP-Zentrum, Kindermedizin und zentraler Notfallaufnahme (rechts). Hinten das alte Zentralgebäude.

„Diese drei Baustufen bilden einen in sich voll funktionsfähigen Abschnitt zur Inbetriebnahme als ersten Teil der Gesamtplanung für die sogenannte Südliche Spange Krankenversorgung“, so die UMG.

Den Gesamtbedarf und die Planungen hat die UMG dem Land in einem Masterplan vorgelegt, der im September 2020 „wohlwollend“ beschieden worden war, wie es heißt.

Das jetzt geschehene Absegnen der Planung der Baustufe 1 bezeichnet UMG-Vorstandssprecher Prof. Wolfgang Brück als einen „weiteren passgenauen Mosaikstein auf dem zielgerichteten Weg zur Umsetzung des Masterplans Medizincampus UMG“. Das Tempo auf dem Weg „zum dringend notwendigen Neubau des Klinikums“ bleibe ungebrochen, so Brück.

Nun könne – über die bewilligten Planungskosten – auch das Thema Nachhaltigkeit aktiv in einer Machbarkeitsstudie bewertet werden. „Das begrüßen wir als Vorstand der UMG ausdrücklich.“ Es stehe auch im Einklang der Bemühungen von Uni und UMG für Klimaschutz und Klimaneutralität zu sorgen.

Eine Bemerkung Brücks, die nicht von ungefähr kommt. Denn diesbezüglich hatten Interessengruppen die UMG bereits mehrfach aufgefordert, beim Neubau auf nachhaltiges Bauen und Klimaschutz zu setzen. (Thomas Kopietz)

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