Uni-Klinikum: Land bewilligt 150 Mio.Euro für Bettenhaus-Neubau

Die Tage sind gezählt: Das Bettenhaus I ist marode und soll durch einen Neubau ersetzt werden. Das Projekt ist der erste Bauabschnitte zum Klinikum Umbau/Neubau, der ein Jahrzehntprojekt ist und 1,1 Millarden Euro kosten soll. Das Überlaufbecken ist bereits entleert worden. Auf dieser Fläche wird das neue Bettenhaus und das neue Operationszentrum entstehen. Foto: Kopietz

Göttingen. Gute Nachricht für die Göttinger Universitätsmedizin: Der Finanz- und Haushaltsausschuss des Landtages hat grünes Licht für den Neubau des Bettenhauses I gegeben und 150 Millionen Euro für den Bauabschnitt 1a des Um-/Neubaus des Uni-Klinikums bewilligt. Die Arbeiten könnten noch in diesem Jahr beginnen.

Zunächst soll das Bettenhaus I abgerissen werden und ein neues Bettenhaus entstehen – mit 624 Betten im Intensiv- und Normalpflegebereich der chirurgischen Fächer, der Tagesklinik und der organbezogenen Fächer Herz- und Neuro-/Kopfzentrum mit den jeweils zugehörigen Ambulanzen.

„Mit dem Beschluss heute ist der endgültige Startschuss für den Neubau des Bettenhauses gefallen“, kommentierte die Göttinger Landtagsabgeordnete Gabriele Andretta (SPD), die sich seit Jahren für das Projekt einsetzt. Andretta und die UMG-Verantwortlichen hoffen nun, dass auch der Bau des zentralen OP-Traktes hoffentlich zügig folgen kann.

Die Abgeordnete weist nochmals auf die Dringlichkeit des Bauvorhabens hin: „Nach den in den vergangenen Jahren realisierten Forschungsbauten kann jetzt endlich die Verbesserung der Bedingungen in der Krankenversorgung in Angriff genommen werden. Andretta lobte den Vorstand der Universitätsmedizin, „der die Planungen erarbeitet und entschieden vorangetrieben hat“.

Die Planungen für den Neubau der Uni-Klinik laufen indes weiter. Die Landesregierung hatte am 19. Januar angekündigt, ein Sondervermögen mit einem zunächst dreistelligen Millionenbetrag als Grundstock zu bilden, um damit die dringend notwendigen Neubauten der Universitätsmedizin – und der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH) zu sichern.

Für die UMG sollen aus diesem Topf 1,1 Milliarden Euro fließen.

Nicht darin enthalten sind der Bauabschnitt Abriss/Neubau Bettenhaus I sowie der Bau des Operationszentrums mit insgesamt 18 Sälen (Kosten rund 90 Millionen Euro) auf dem Gelände des ehemaligen Überlaufbeckens. (tko)

Klinik-Chef Prof. Dr. Kroemer: Guter Tag für die UMG

„Heute ist ein guter Tag für die UMG! Damit sind wir auf dem Weg der so dringend notwendigen Modernisierung der UMG entscheidend weiter gekommen. Man kann die heutige Entscheidung für die UMG nicht hoch genug bewerten. Für die Zukunftssicherung der UMG ist dieser Schritt existenziell", sagt Prof. Dr. Heyo K. Kroemer

Er dankte dem Land Niedersachsen und allen Partnern aus dem politischen Umfeld für die "nachhaltige Unterstützung" bei der Durchsetzung des Neubauvorhabens. "Der Beschluss ist nicht nur ein positives Signal für die Universitätsmedizin Göttingen. Er stärkt auch durch die nun kommenden Investitionen in dreistelliger Millionenhöhe die Wirtschaftsregion in Südniedersachsen", sagt Kroemer.

Von Thomas Kopietz

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