Zertifizierung für weitere fünf Jahre

Uni-Medizin behandelt weiter Patienten mit angeborenen Herzfehlern

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Prof. Dr. Claudia Dellas, Leiterin des EMAH-Zentrums

Die Universitätsmedizin Göttingen (UMG) erhält für weitere fünf Jahre das Zertifikat „Überregionales Zentrum für Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern“ (EMAH) für die Behandlung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehlern. Seit 2015 gehört die Uni-Medizin zu den 19 überregionalen EMAH-Zentren in ganz Deutschland.

Wie die UMG mitteilte, habe sie Mitte April erneut das Zertifikat der Deutschen Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung, der Deutschen Gesellschaft für Pädiatrische Kardiologie sowie der Deuschen Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie erhalten. Die Gutachter der Fachgesellschaften hoben die gute personelle Aufstellung sowie die unverändert klare Struktur des Zentrums mit seinem Weiterbildungs- und Fortbildungskonzept hervor. Besonders anerkannten sie die Expertise in der Behandlung von Herzrhythmusstörungen.

Die UMG betreue in einem großen Einzugsgebiet aus dem Raum Nord- und Westdeutschland Erwachsene mit angeborenen Herzfehlern und habe mit dem EMAH-Zentrum eine Versorgungslücke in der Mitte Deutschlands geschlossen. Sie gehöre zu den fünf größten Einrichtungen mit Schwerpunkt auf der Behandlung und Betreuung von Erwachsenen mit angeborenen Herzfehler in Deutschland. An der UMG arbeiten insgesamt acht EMAH-Spezialisten. Unter der Leitung der EMAH-Kardiologin Prof. Dr. Claudia Dellas, Oberärztin der Klinik für Kinder- und Jugendmedizin – Pädiatrische Kardiologie, Intensivmedizin und Pneumologie und Leiterin des EMAH-Zentrums arbeiten mehrere Spezialdisziplinen der UMG eng zusammen.

Dank des medizinischen Fortschritts erreichen heute nahezu 95 Prozent der Kinder mit einem angeborenen Herzfehler das Erwachsenenalter. In Deutschland leben mittlerweile etwa 300 000 Erwachsene mit angeborenen Herzfehler, jährlich kommen etwa 6000 Patienten hinzu.

Das interdisziplinäre EMAH-ZEntrum an der UMG sichere den Betroffenen eine umfassende Versorgung und Betreuung. „Wir kennen unsere PatientInnen meist schon von Geburt an und wissen um ihre spezifischen Krankheitsbilder. Oft unterscheiden sich diese erheblich von Erkrankungen in der Erwachsenenkardiologie“, sagt Dellas. Trotz allen Fortschritts handele es sich bei den meisten angeborenen Herzfehlern um chronische Erkrankungen. „Die PatientInnen brauchen deshalb eine lebenslange medizinische Betreuung“, fährt sie fort. Folgebehandlungen, Untersuchungen und Operationen werden aus diesem Grund weiterhin in der Kinderkardiologie durchgeführt.

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