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Uni-Stadt räumt gleich zwei Gesundheitspreise ab

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Von: Bernd Schlegel

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Gesundheitspreis Niedersachsen: Zwei der drei Auszeichnungen gingen an Projekte aus der Region Göttingen. Zu den Erfolgen gratulierte Gesundheitsministerin Daniela Behrens.
Gesundheitspreis Niedersachsen: Zwei der drei Auszeichnungen gingen an Projekte aus der Region Göttingen. Zu den Erfolgen gratulierte Gesundheitsministerin Daniela Behrens. © Lars Kaletta/nh

Die Region Göttingen ist innovativ. Das gilt auch für den Bereich Gesundheit. Zwei Projekte sind jetzt ausgezeichnet worden.

Göttingen/Hannover – Das ist ein großer Erfolg für den Standort Göttingen. Zwei von drei Auszeichnungen beim Gesundheitspreis Niedersachsen gingen in dieser Woche nach Göttingen. Die Preise sind mit jeweils 5000 Euro dotiert.

In Hannover wurden vorbildliche Praxisbeispiele ausgezeichnet, die mit „überzeugenden und praxisnahen Ansätzen einen wertvollen Beitrag für die Gesundheitsversorgung und Gesundheitsförderung“ leisten.

Ein Preis ging an „Fit fürs Leben – Guter Schulstart durch frühe Prävention in Stadt und Landkreis Göttingen“. Das Projekt des Gesundheitsamts für Stadt und Landkreis Göttingen wird mit zahlreichen regionalen Kooperationspartnerinnen und -partnern realisiert und wurde in der Kategorie „Zurück zum gesunden Alltag: Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene stärken“ ausgezeichnet. Ziel ist es, durch nachhaltige Verbesserung der Gesundheit allen Kindern möglichst die gleichen Startchancen für den Schuleintritt zu ermöglichen – durch Angebote in den Bereichen Sport und Bewegung, Ernährung, Umgang mit digitalen Medien, Konzentration und soziales Verhalten. Daran beteiligt sind seit Mitte 2019 insgesamt 16 Kindertagesstätten, darunter acht aus Göttingen. Hier sind weitere Informationen zu finden.

Das Projekt „HEDI – Schwangerenversorgung digital unterstützt und koordiniert“ wurde in der Kategorie „eHealth: Digitale Technologien für mehr Gesundheit“ ausgezeichnet. Es wird von der Gesundheitsregion Göttingen/Südniedersachsen mit der aidminutes GmbH und dem Soziologischen Forschungsinstitut Göttingen umgesetzt. Ziel ist es, Schwangere und junge Eltern mit Hebammen, Gynäkologen, Kinderärzte und sozialen Anlaufstellen miteinander zu vernetzen. Dazu wird eine App entwickelt, die kostenlos und werbefrei ist. Die mehrsprachige HEDI-App enthält umfangreiche Informationen zu Fragen rund um die Schwangerschaft und verknüpft dieses Wissen mit Kontakthinweisen zu Ansprechpartnern sowie Anlaufstellen in der Region. Die Smartphone-Anwendung ermöglicht durch eine Chatfunktion die sichere Kommunikation mit Hebammen in Text, Bild und Video. Weitere Infos können hier abgerufen werden.

„Die Gesundheitsbranche ist eine der größten Arbeitgeber und Jobmotor in Göttingen. Den Niedersächsischen Gesundheitspreis 2022 gleich zwei Mal zu erhalten, zeigt, wie innovativ die Projekte sind, die vor Ort umgesetzt werden“, freute sich Göttingens Oberbürgermeisterin Petra Broistedt (SPD) über die Ehrungen. „Diese Innovationskraft kommt vor allem den Menschen zugute, die in Göttingen und der Region leben“, ergänzte die Rathauschefin.

„Wir können schon ein wenig stolz darauf sein, dass es in Niedersachsen so viele beispielhafte und innovative Projekte im Bereich der Gesundheitsförderung und der Prävention gibt“, sagte Niedersachsens Gesundheitsministerin Daniela Behrens (SPD), die Schirmherrin des Preises. Videos über die beiden Preisträgerprojekte sind unter auf der Internetseite des Niedersächsischen Gesundheitsministeriums abrufbar.

Eine Jury hatte die Sieger zuvor ausgewählt. Träger des Gesundheitspreises sind das Ministerium für Soziales, Arbeit, Gesundheit und Gleichstellung, das Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Bauen und Digitalisierung, die AOK Niedersachsen, die Kassenärztliche Vereinigung Niedersachsen sowie die Apothekerkammer Niedersachsen. Weitere Infos gibt es hier. (Bernd Schlegel)

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