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Uni, HAWK und PFH: Keine Reisen nach China wegen Corona

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Keine Dienstreisen in Risikogebiete: Das hat die Uni Göttingen entschieden.

Wachsamkeit herrscht an den Hochschulen in Göttingen: Sie präparieren sich für den Ernstfall Coronaviren-Infektionen und Erkrankungen, die Covid 19 genannt werden.

Die Universität und die Universitätsmedizin Göttingen wie auch die PFH haben einen Krisenstab eingerichtet, „um sich auf den Ernstfall vorzubereiten“, wie Uni-Pressesprecher Romas Bielke auf Anfrage mitteilte.

Uni und UMG

Die aktuelle Situation habe aber keine Auswirkungen auf den Universitätsbetrieb in Göttingen. „Wir beobachten die Entwicklung kontinuierlich und werden unsere Maßnahmen bei Bedarf anpassen.“

Die Uni-Beschäftigen seien über betroffene Regionen und entsprechende Dienstreiseregelungen informiert worden. Man halte sie über die Situation auf dem Laufenden, heißt es weiter.

Klar ist: Die Uni bewilligt zurzeit keine Dienstreisen in die vom Robert-Koch-Institut als gefährlich eingestuften Regionen in China, Italien, Südkorea und im Iran. „Mit unseren Partneruniversitäten in diesen Regionen sind wir in Kontakt, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern sowie Studierenden, die sich dort aufhalten, bieten wir selbstverständlich unsere Unterstützung“, sagt Bielke.

HAWK Göttingen

Vorkehrungen hat auch die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) für seine Standorte in Göttingen, Holzminden und Hildesheim getroffen. Sie hat einen Stab gebildet, der die „eingehenden Informationen regelmäßig bewertet und Maßnahmen erwägt“, wie es heißt.

Die HAWK-Verantwortlichen verschaffen sich einen Überblick, ob sich Wissenschaftler oder Studierende in China aufhalten. Wie die Uni Göttingen würde auch die HAWK diese bei der Ausreise unterstützt.

Dienstreisen nach China werden an der HAWK bis auf Weiteres nicht genehmigt, beziehungsweise genehmigte widerrufen. „Wir haben Dienstreisen nach China untersagt, Mitgliedern und Angehörigen der Hochschule empfohlen, Dienstreisen und Exkursionen zu verschieben - dies aber noch nach eigenem Ermessen“, erläutert Vize-Präsident Martin Böhnke.

Martin Böhnke, HAWK-Vize-Präsident

Intern gehe man noch davon aus, dass der Lehrbetrieb und Veranstaltungen wie geplant laufen können. Die Hochschule behalte sich aber vor, auf Entwicklungen zu reagieren. Dann könnten auch Konferenzen, Tagungen und Prüfungen ausfallen.

Außerdem hat die HAWK, entsprechend den Empfehlungen des Robert Koch-Instituts, durch wiederholte Mitteilungen und über die Website auf die Verhaltensempfehlungen zum Infektionsschutz hingewiesen. „Zusätzlich werden wir in der kommenden Woche dazu plakatieren. Darüber hinausgehend werden, ebenfalls ab kommender Woche, die Reinigungsintervalle, insbesondere der sanitären Anlagen, erhöht. Die Installation von Desinfektionsmittelspendern ist in Vorbereitung“, so der HAWK-Vize-Präsident.

PFH Göttingen

Ähnlich hält es auch die PFH Göttingen. Verhaltensregeln und Hygienetipps werden an alle Studierenden, Lehrenden, Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kommuniziert. Dazu zählt auch, auf das Händeschütteln zu verzichten und regelmäßig die Hände zu waschen. „Bei Krankheitssymptomen ist der Besuch des Campus zu vermeiden und der Hausarzt zu kontaktieren“, sagt Sprecher Martin Wilmsmeier.

Generell empfiehlt die PFH ihren Wissenschaftlern und Mitarbeitern, Reisen bis auf Weiteres auf ein Minimum zu reduzieren. Dementsprechend lässt die Hochschule besondere Vorsicht bei Gastwissenschaftlern oder (internationalen) Studierenden walten, die nach einer Flugreise zum Campus kommen.

Das „International Office“ der PFH stehe in engem Kontakt mit den internationalen Studierenden, die sich in ihren Heimatländern aufhalten sowie mit Studierenden, die einen Studienaufenthalt im Ausland absolvieren und sich zum Teil mit Sorgen oder Fragen an die Hochschule wenden.

VON THOMAS KOPIETZ

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