Zu wenige Ja-Stimmen

Uni-Wahlen in Göttingen: Regiobus-Ticket fällt durch

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Mehr Fahrgäste: Durch das Landesbus-Angebot zwischen Göttingen und Duderstadt (Linie 160) konnten die Fahrgastzahlen deutlich gesteigert werden. Allerdings fiel das Semester-Ticket dafür durch. 

Bei den Uni-Wahlen in Göttingen ist ein Semesterticket für Regiobusse durchgefallen.

Zwar sprach sich eine Mehrheit der Studenten der Uni-Göttingen für die Erweiterung des Bus-Streckennetzes aus, aber die erforderliche Anzahl an Ja-Stimmen wurde nicht erreicht.

Das Regiobus-Ticket sollte eine wichtige Lücke schließen: Die Studierenden können alle Regionalzug-Linien in Niedersachsen sowie einige auch darüber hinaus mit ihrem Bahn-Semesterticket nutzen.

Schwierig wird es aber für Studenten, die auf den Bus angewiesen sind. Das Stadtbus-Semesterticket deckt lediglich Göttingen sowie die Bereiche Rosdorf und Bovenden ab. In die Röhre schauen Studierende, die beispielsweise in Dransfeld sowie Ebergötzen und Duderstadt wohnen. Dabei hat sich mit Blick auf die letzten beiden Bereiche das Fahrtenangebot durch die Einführung der Landesbuslinie im Ein-Stunden-Takt zwischen Göttingen und Duderstadt entscheidend verbessert.

Die Erweiterung des Bus-Tickets um die Regio-Linien sollte 7,42 Euro pro Semester kosten. Doch das konnte die Wähler aber offenbar nicht überzeugen. Zwar gab es 4271 Ja-Stimmen. Damit wurde aber die erforderliche Ja-Stimmen-Anzahl von 4520 (15 Prozent aller Wahlberechtigten) nicht erreicht. Das Ticket gilt damit als abgelehnt.

5874 Ja-Stimmen (68,7 Prozent) erhielt das Stadtbus-Semesterticket. Es kostet künftig 50,90 Euro im Semester. 82,9 Prozent der Studierenden (6937 Stimmen) sagten Ja zum Bahn-Semesterticket, das künftig 142,92 Euro im Semester zu berappen sind. Ebenfalls angenommen (6758 Ja-Stimmen) wurde das Kultur-Semesterticketmit einer Quote von 79,0 Prozent. Es kostet künftig 9,84 Euro im Semester.

Bei den Wahlen zum Studentenparlament erreicht die bisherige Mehrheit aus Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF), dem Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS) und der Liberalen Hochschulgruppe (LHG) zusammen 28 Sitze. Für eine Mehrheit im Gremium sind 32 Sitze erforderlich. Deshalb wäre jetzt eine neue Koalition möglich, oder die bisherigen Partner müssten sich eine weitere Gruppierung für ihre Koalition suchen. Hier die Ergebnisse:

Arbeitsgemeinschaft Demokratischer Fachschaftsmitglieder (ADF): 21 Sitze (minus zwei);

Grüne Hochschulgruppe (GHG): 13 Sitze (plus zwei);

Juso Hochschulgruppe (HSG): acht Sitze (unverändert);

Alternative Linke Liste ALL): 7 Sitze (plus eins);

Ring Christlich-Demokratischer Studenten (RCDS): fünf Sitze (unverändert);

Volt: drei Sitze (plus drei);

Liberale Hochschulgruppe (LHG): zwei Sitze (minus eins);

Nordcampus: zwei Sitze (minus eins);

SRK: ein Sitz (unverändert);

Die Liste: ein Sitz (unverändert).

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