Uniklinik ehrt Mediziner Prof. Kettler zum Geburtstag mit Symposium

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Prof. Dietrich Kettler

Göttingen. Das hat Tradition an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG): Verdiente Mediziner werden mit einem Symposium geehrt und gewürdigt - gerne gekoppelt an besondere Geburtstage.

Am Samstag ist ein großer und beliebter UMG-Mediziner an der Reihe: Prof. Dietrich Kettler. Anlässlich dessen 80. Geburtstag findet am Samstag, 18. Juni, von 9.30 bis 14 Uhr im Hörsaal 542 des Uni-Klinikums das Symposium „Anästhesie gestern - heute - morgen“ statt. Ärzte erhalten vier Fortbildungspunkte für den Besuch.

Dietrich Kettler ist im Uni-Klinikum, der Region und darüber hinaus ein bekannter Mediziner, hat sich als Anästhesist, Wissenschaftler und ausgesprochen aktiver Förderer der Notfall- und Palliativmedizin einen Namen gemacht. Kettler war Ordinarius und geschäftsführender Leiter des früheren Zentrums Anästhesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin der UMG und hat nicht nur die Geschicke dort , sondern auch die Entwicklung des anästhesiologischen Fachgebietes in Deutschland über viele Jahre mit geprägt.

Der 1936 in Waren/Müritz geborene Dietrich Kettler studierte Humanmedizin in Berlin, lernte und arbeitete auch in Stuttgart, Göttingen und Houston/Texas. Er habilitierte 1971 am Physiologischen Institut der Uni-Medizin Göttingen unter Prof. Hans-Jürgen Brettschneider. 1973 wurde er zum Professor für Anästhesiologie berufen. 29 Jahre, bis 2004, war er Ordinarius des Zentrums Anästhesiologie, Rettungs- und Intensivmedizin.

Dass heute der Rettungshubschrauber Christoph 44 von seiner Startplattform am Klinikum oft fünfmal pro Tag zu Einsätzen abhebt, ist auch Dietrich Kettler zu verdanken, der dafür gesorgt hat, dass 1980 ein Rettungshelikopter dort stationiert wurde. Er hat damit geholfen, unzählige Leben zu retten.

Zudem trägt Kettler maßgeblichen Anteil daran, dass es an der UMG ein Zentrum für Palliativmedizin und dort einen speziellen Lehrstuhl gibt.

Kettlers klinische und wissenschaftliche Arbeitsschwerpunkte lagen auf Fragen zu den Auswirkungen der Anästhesie auf das Herz-Kreislaufsystem, der Rettungsmedizin, so mit dem Göttinger Pilotprojekt „Herz-Lungen-Wiederbelebung durch Ersthelfer“, den ethischen Aspekten in der Notfall- und Intensivmedizin sowie der Palliativmedizin.

Der 80-jährige und im Klinikum sehr beliebte Mann wurde mehrfach mit Preisen und Auszeichnungen für seine Arbeit und den ehrenamtlichen Einsatz geehrt. Kettler erhielt 2006 auch die Ehrenmedaille der Stadt Göttingen.

Am Samstag wird es Vorträge auch zu folgenden Themen geben: „Geschichte der Intensivmedizin im Spiegel eines Lebens“, „Notfallmedizin im Wandel der Zeit“, „Von der Physiologie zur Anästhesiologie“ und „Ich habe Rücken“.

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