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Die Welt und Kultur der Sámi: Ausstellung im Kulturwissenschaftlichen Zentrum der Uni Göttingen

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Von: Thomas Kopietz

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Eine neue Ausstellung im Kulturwissenschaftlichen Zentrum (KWZ) der Universität Göttingen widmet sich ab Mittwoch dem indigenen Volk der Sámi.

Göttingen – Das samische Volk ist ein indigenes Volk, das traditionell im Norden Schwedens, Norwegens und Finnlands sowie im Nordwesten Russlands wohnt. Das Gebiet wird Sápmi, das Land der Sámi genannt. Nun gibt es eine Ausstellung mit dem Titel „Sámi und Sápmi“ im Kulturwissenschaftlichen Zentrum (KWZ) der Universität Göttingen.

Sie gibt Einblick in die Kultur und Geschichte der Sámi, ihre Sprache sowie in die Konflikte und Probleme, mit denen sie konfrontiert sind. Die Ausstellung wird am Mittwoch (26.10.2022) um 17 Uhr im Foyer des KWZ, Heinrich-Düker-Weg 14, mit einer Einführung in das Thema eröffnet. Zu der öffentlichen Veranstaltung lädt die Universität alle Interessierten ein.

Ausstellung in der Universität Göttingen zum Volk der Sámi

Eindrucksvolles Gebäude: Das Kulturwissenschaftliche Zentrum der Universität Göttingen nahe Zentralcampus beherbergt ab Mittwoch, 26. Oktober, eine Ausstellung über das indigene Volk der Sámi, die in Skandinavien und im Nordwesten Russlands leben.
Eindrucksvolles Gebäude: Das Kulturwissenschaftliche Zentrum der Universität Göttingen nahe Zentralcampus beherbergt ab Mittwoch, 26. Oktober, eine Ausstellung über das indigene Volk der Sámi, die in Skandinavien und im Nordwesten Russlands leben. © Thomas Kopietz

Das Volk der Sámi zählt aktuell etwa 100.000 Menschen. Ihre traditionellen Erwerbszweige sind Rentierzucht, Fischerei, Jagd und das traditionelle Handwerk. Im Laufe der Zeit haben Sámi stark unter Rassismus, Assimilierungspolitik und Kolonialismus leiden müssen. Das Land und die Gewässer in Sápmi werden bis heute für Bergbau, Tourismus und andere wirtschaftliche Zwecke ausgebeutet.

Die Ausstellung wurde vom Finnisch-Ugrischen Seminar der Uni Göttingen zusammen mit dem Fachinformationsdienst Finnisch-ugrische/uralische Sprachen, Literaturen und Kulturen der Niedersächsischen Staats- und Universitätsbibliothek Göttingen (SUB) erarbeitet. Sie ist zugleich Abschluss des Projektes „Sámi und Sápmi“, einer Reihe mit Filmen und Vorträgen über die Sámi.

Finanziert wurde das Projekt zum größten Teil vom Samarbetsnämnden för Nordenundervisning i utlandet und vom Svenska Institutet. Die Ausstellung „Sámi und Sápmi“ ist dann bis zum 14. November zu den Öffnungszeiten des KWZ, Montag bis Freitag 7 bis 21 Uhr und Sonnabend 9 bis 18 Uhr zu sehen. (tko)

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

Die Uni Göttingen bastelt am Digi-Campus und internationalen Kooperationen. Interessante Einblick in eine frühe, schriftlose Kultur bot die Ausstellung „Sprechende Steine – Ur- und frühgeschichtliche Gesellschaften Zentralasiens im Spiegel ihrer Felszeichnungen“ im KWZ.

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