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Universität Göttingen begrüßt ihre Erstsemester: „Ihr sollt ohne Sorgen studieren können“

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Von: Kim Henneking

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Immatrikulationsfeier der Uni Göttingen
Immatrikulationsfeier der Uni Göttingen: Die Veranstaltung wurde per Live-Stream online übertragen. © Screenshot: Kim Henneking

Die Georg-August-Universität Göttingen begrüßt in dieser Woche ihre neuen Erstsemester: Knapp 28.000 Studierende starten ins Wintersemester 2022/23.

Göttingen – „Ich saß vor 38 Jahren in Kiel in einem ähnlichen Hörsaal. Das letzte was ich gebraucht habe, war eine Rede vom Unipräsidenten.“ Mit diesen ehrlichen Worten begrüßte am Montag Göttingens Unipräsident Metin Tolan einen Teil der 3.270 Studierenden im ersten Semester.

Zusammen mit diesen „Erstis“ studieren ab diesem Semester 27.759 Menschen in Göttingen. 4.207 davon kommen aus dem Ausland. Die Neuankömmlinge wurden mit einer einstündigen Veranstaltung begrüßt und über wichtige Ansprechpartner informiert. Alumna Rebecca Recknagel und Master-Student Tim Oettel moderierten die Veranstaltung.

Wintersemester beginnt an der Uni Göttingen: Podiumsdiskussion bei Immatrikulationsfeier

Bei einer Podiumsdisskussion gab es wichtige Informationen für einen gelungen Start ins Unileben. Präsident Prof. Dr. Metin Tolan, Vizepräsident Prof. Dr. Christian Ammer, Göttingens Bürgermeisterin Onyekachi Oshionwu, Prof. Dr. Jörg Magull, Geschäftsführendes Vorstandsmitglied des Studentenwerks, und Felix Schabasian, stellvertretender Vorsitzender des Allgemeinen Studierendenausschusses, stellten Angebote und Ansprechpartner vor.

Dabei blieben auch die aktuellen Krisen der Weltpolitik nicht außen vor. „Mieten und Essenspreise steigen dramatisch. Das widerstrebt der DNA des Studentenwerks“, sagte Jörg Magull und betonte: „Ihr sollt ohne Sorgen studieren können.“ Dafür setzten sich Studentenwerk und Asta gemeinsam ein.

Informieren über Angebote und Ansprechpartner für Studierende.
Informieren über Angebote und Ansprechpartner für Studierende: Von links: Prof. Dr. Metin Tolan, Prof. Dr. Christian Ammer, Felix Schabasian, Onyekachi Oshionwu, , Prof. Dr. Jörg Magull, Tim Oettel und Rebecca Recknagel. Screenshots (2): Kim Henneking: © Screenshot Kim Henneking

Es könne dazu kommen, dass sich der Speiseplan in der Mensa kurzfristig ändert, weil bestimmte Zutaten nicht zu erhalten oder zu teuer sind. „Was in Berlin und Hannover nicht entschieden wird, das kotzt mich an“, sagte Magull. Das Studentenwerk zeige Präsenz bei den niedersächsischen Koalitionsverhandlungen. „Jeder der hier Rabatz macht, hat meine volle Unterstützung.“

Laut Tolan plant die Universität ein Semester mit Präsenzunterricht. Um Kosten und Energie zu sparen soll die Raumtemperatur auf 19 Grad reduziert werden. „Unsere Lerninhalte werden dafür sorgen, dass sie ins Schwitzen kommen“, sagte er dazu in einer gesonderten Videoansprache.

Energie sparen auch an der Uni Göttingen: Raumtemperatur wird auf 19 Grad abgesenkt

Damit die Veranstaltung nicht so trocken wurde, wie der Unipräsident angedeutet hatte, spielte das Universitätsorchester und die Indie-Rock-Band Delta Constellations Live-Musik und es gab einen Sektempfang. Die Moderatoren lockerten die Stimmung mit einem Spiel.

Wohngemeinschaft oder Einzimmerwohnung? Kommst du aus Göttingen oder von weiter weg? Lernst du lieber tags oder nachts? Diese Fragen beantworteten die Abiturienten auf den Rängen mithilfe zweifarbiger Karten und lernten so ihre Nachbarn kennen. Ganz im Sinne des Unipräsidenten.

„Mich hatte interessiert wer neben mir sitzt. Gucken sie genau hin“, riet der Physiker den jungen Menschen im größten Hörsaal der Uni. Denn einige Sitznachbarn könnten zu engen Freunden und sogar Lebenspartnern werden. (Kim Henneking)

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