Findungskommission empfiehlt Kandidaten

Universität Göttingen wählt Präsidenten am 27. Januar

Die Aula am Wilhelmsplatz.
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Hier tagen die Gremien: Die Aula am Wilhelmsplatz ist auch Sitz des Präsidiums der Georg-August-Universität Göttingen.

Die Uni Göttingen könnte am 27. Januar über einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin des Ende Dezember ausgeschiedenen Uni-Präsidenten Prof. Reinhard Jahn bestimmen.

Göttingen – Die Findungskommission für die Präsidentenwahl hat bei ihrer jüngsten Sitzung eine Empfehlung für eine Wahl verabschiedet und den Vorschlag samt Abschlussbericht dem Senat und dem Stiftungsausschuss der Universität übermittelt.

Am Mittwoch, 20 Januar, werden sich die Empfohlenen den Gremien in einer nichtöffentlichen Sitzung vorstellen, teilte Uni-Sprecher Romas Bielke am Montag mit. Am 27. Januar werden Senat und Stiftungsausschuss in einer Sitzung die Kommissionsempfehlung erörtern und möglicherweise den neuen Präsidenten oder die neue Präsidentin wählen.

Die Bewerbungsfrist für die Präsidentenwahl war am 15. September abgelaufen. Bislang ist nichts darüber bekannt oder verlautbart geworden, wie viele Kandidaten sich beworben haben und wie viele Personen der Vorschlag der Findungskommission beinhaltet. Laut Verfahrensordnung soll die die Empfehlung nicht mehr als drei Personen umfassen.

Der erste Teil der Sitzung am 27. Januar wird hochschulöffentlich sein, so dass sich alle Uni-Angehörigen per Videokonferenz ein Bild von den Bewerbern machen können, so Bielke. Details dazu will die Hochschule in den nächsten Tagen bekannt gegeben. Die eingeladenen Bewerber werden sich zunächst vorstellen und die wichtigsten Ziele für die Amtszeit skizzieren. Danach können die Mitglieder des Senats und des Stiftungsausschusses Fragen stellen. Im Anschluss tagen die Gremien unter Ausschluss der Öffentlichkeit und könnten eine Entscheidung treffen..

Es ist bereits der zweite Versuch, einen Nachfolger oder eine Nachfolgerin für Ulrike Beisiegel zu finden, die im September 2019 nach Querelen und Kritik an ihrer Amtsführung vorzeitig in den Ruhestand gegangen war. Nach massiven, teils öffentlich ausgetragenen Protesten aus der Professorenschaft – auch am Findungs- und Wahlverfahren – hatte der im Sommer 2019 gewählte Nachfolger Sascha Spoun verzichtet.

Ab dem Dezember 2019 hatte der Göttinger Neurobiologe Jahn bis Ende Dezember 2020 als Interimspräsident die Universität geleitet und die Lage intern beruhigt. Zurzeit führt Vize-Präsidentin Valerie Schüller die Geschäfte in Vertretung. (Heidi Niemann und Thomas Kopietz)

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