Universitäts-Kliniken: SPD will bessere Finanzierung

Thomas Oppermann

Göttingen. Der Bundestag debattierte am Donnerstag über das Versorgungsstärkungsgesetz in der gesetzlichen Krankenversicherung.

Es soll unter anderem dafür genutzt werden, die Finanzierung der Universitätskliniken zu verbessern.

Thomas Oppermann

Laut SPD-Fraktionschef Thomas Oppermann sind die Hochschulkliniken im Bereich der ambulanten Versorgung besonders defizitär. „Die bisherige Vergütung, die sie dafür erhalten haben, ist jedoch völlig unzureichend. Viele Hochschulkliniken schreiben deshalb rote Zahlen. Dies wollen wir mit dem Versorgungsstärkungsgesetz ändern“, kündigt der Göttinger Abgeordnete an.

Allerdings geht der Gesetzentwurf von Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe (CDU) aus Sicht von Oppermann nicht weit genug, um die Hochschulmedizin ausreichend zu entlasten. „Dies soll sich im parlamentarischen Verfahren noch ändern, um den Hochschulkliniken eine ausreichende Vergütung zu sichern“, sagt Oppermann.

Der Abgeordnete ist zuversichtlich, dass im Laufe des parlamentarischen Verfahrens Verbesserungen erreicht werden können. Davon würde auch die Universitätsmedizin Göttingen profitieren.

Die SPD setzt sich für Änderungen im Gesetzestext ein. So soll nach dem aktuellen Entwurf die Zahl der Fälle, bei denen es eine erhöhte Vergütung für komplexe Behandlung gibt, gedeckelt werden. Außerdem soll die Zahl der Patienten begrenzt werden. Zudem ist im Entwurf vorgesehen, dass bestimmte Patienten vom Facharzt in die Uni-Klinik überwiesen werden müssen. 

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