Land schicke BioNTech-Impfstoff

Universitätsmedizin Göttingen: Impfstart für Mitarbeiter der Klinik

Impfstoffprüfung Kim-Elisabeth Heinemann, Stefan Eisenberg und mit Dr. Matthias Bohn
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Impfstoff für die Universitätsmedizin Göttingen: Dr. Matthias Bohn (rechts), Leiter der Apotheke Klinikum, prüft mit den Apothekern Stefan Eisenberg und Kim-Elisabeth Heinemann den Inhalt des Pakets.

Das Land Niedersachsen hat am Mittwoch für drei Großkliniken Impfstoff des Unternehmens BioNTech bereitgestellt: die Medizinische Hochschule Hannover (MHH), das Klinikum Braunschweig und die Universitätsmedizin Göttingen (UMG), wo erste Mitarbeiter am Donnerstag geimpft werden sollen.

Göttingen/Hannover – Der Vorstand der UMG teilte das den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern am Mittwoch in einer Sonderinformation per E-Mail die erste Impfstoff-Lieferung mit. „Darauf haben wir alle gewartet“, heißt es darin.

195 Impffläschchen erreichten die Uni-Klinik am Vormittag per Kleintransporter, der von einer Polizei-Eskorte begleitet wurde. Dr. Matthias Bohn, Leiter der UMG-Apotheke nahm das 36 Kilogramm schwere Paket entgegen, zuvor hatte er sich mit seinem Personalausweis legitimiert. Die Fläschen reichen für etwa 1000 Impfungen von UMG-Beschäftigen.

Mit Kim-Elisabeth Heinemann und Stefan Eisenberg, beide Apotheker, prüfte Bohn sofort mit einem in dem Paket liegenden Temperaturlogger, ob bei der Anlieferung die Temperatur vorschriftsgemäß gehalten wurde. Nach Auslesen des Messverlaufes zeigte sich: Alles in Ordnung.

Die Ware hatte bei dem bislang 22-stündigen Transport von Brüssel über Hannover nach Göttingen die Temperatur konstant gehalten. Bohn und Mitarbeiter verstauten das überschaubare Päckchen mit den Impffläschchen sofort im Ultratiefkühlschrank bei einer Temperatur von minus 69 Grad Celsius.

„Das ist ein ganz wichtiger Schritt für den Schutz unserer Mitarbeitenden. Wir haben einen klaren Fahrplan für den Ablauf der Impfungen“, sagte Dr. Martin Siess, Vorstand Krankenversorgung.

Zunächst können sich die Mitarbeiter, „die unmittelbar exponiert in der Notaufnahme und auf den Normal-, Intermediate Care- und Intensivstationen mit Covid-Patienten arbeiten, impfen lassen. Wegen der Knappheit müsse man – wie generell in Deutschland – in der Uni-Klinik zunächst priorisieren, so Siess. Aber man wolle „schnellstmöglich“ allen UMG-Beschäftigen eine Covid-19-Impfung anbieten. „Man rechne mit einer hohen Impfbereitschaft, wie in anderen Kliniken in Deutschland, sagte Siess. Der UMG-Vorstand rief auch in der Mitarbeiter-E-Mail dazu auf, sich impfen zu lassen: „Gemeinsam sollten wir aktuell alles tun, um die Personen zu schützen, die in der ersten Reihe arbeiten und unmittelbaren Kontakt zu Covid-Patient*innen haben. Dadurch tragen wir dazu bei, die Patientenversorgung in der Region weiter sicherzustellen.“

Die UMG baut ein eigenes Impfzentrum im Zentralgebäude des Universitätsklinikums – dort sollen Donnerstag die ersten 20 bis 50 Mitarbeiter eine Spritze erhalten.

Eine Impfung dürfe laut Martin Siess in der Klinik aber nicht zu einem lockeren Umgang mit Regeln führen: „Die Impfung bietet zwar einen guten Schutz davor, nicht an Covid-19 zu erkranken. Da wir aber davon ausgehen müssen, dass auch geimpfte Menschen das Corona-Virus in sich tragen und weiter verbreiten können, gilt für alle an der UMG: Alle Hygieneregeln müssen weiterhin strikt eingehalten werden.“ (Thomas Kopietz)

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