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Universitätsmedizin Göttingen muss mehr Konserven kaufen

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Von: Jacob von Sass von Sass, Amir Selim

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Fotos während einer Blutspendeaktion des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) 2020: Die Blutgruppe kann das Risiko einer Corona-Infektion beeinflussen.
Die Zahl der Blutspenden nimmt bundesweit immer ab. Das ist auch in den Landkreisen Göttingen und Northeim zu spüren. (Symbolbild). © photo2000/Imago

Die Zahl der Blutspenden nimmt bundesweit immer ab. Das ist auch in den Landkreisen Göttingen und Northeim zu spüren.

Landkreis Göttingen/Northeim – Denn gerade momentan komme es durch die Auswirkungen der Corona-Pandemie, anstehende Ferien und Feiertage sowie durch ein hohes Reiseaufkommen bundesweit zu einer „extrem kritische Versorgungslage“, teilt der Blutspendedienst der Landesverbände des Deutschen Roten Kreuzes Niedersachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen, Oldenburg und Bremen mit (DRK-NSTOB). Der in Springe sitzende Dienst versorgt unter anderem das Klinikum Hann. Münden mit Blut.

Dr. Joachim Riggert Direktor der Zentralabteilung Transfusionsmedizin an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG)
Dr. Joachim Riggert Direktor der Zentralabteilung Transfusionsmedizin an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG) © UMG Göttingen

Die problematische Situation bestätigt auch Dr. Joachim Riggert, Direktor der Zentralabteilung Transfusionsmedizin an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG). Seit Jahren würde die Zahl der Blutspenden deutschlandweit zurückgehen. „Viele Faktoren spielen hier eine Rolle, unter anderem der demographische Wandel“, sagt Riggert. An der UMG müsse man daher zusätzliches Blut zukaufen.

Blutspenden gleichen Blutverlust nach schweren Unfällen und Operationen aus

„Seit der Corona-Pandemie sogar noch mehr als zuvor“, sagt Riggert. „Die Blutspenden werden vor allem für die schnelle Versorgung bei schweren Unfällen oder Operationen eingesetzt, um den Verlust des eigenen Blutes auszugleichen“, sagt der Direktor. Aber auch Patienten mit Tumorerkrankungen oder Leukämie benötigten Blutspenden.

Renate Andermann, Vorsitzende des DRK Uslar, der Teil des DRK Kreisverbandes Göttingen-Northeim ist, erläutert, dass die Blutkonserven außerdem für die Herstellung verschiedener Medikamente benötigt werden.

In Uslar ist man zufrieden mit der Anzahl an Spendern

Im Gegensatz zur generell kritischen Versorgungslage sei man in Uslar zufrieden mit der Beteiligung der Spender: „Wir haben in Uslar 400 bis 500 Spender im Jahr, davon auch immer ungefähr 40 Erstspender“, berichtet Andermann. Dennoch gab es während der Pandemie Einbußen.

Seit 2004 gibt es den Weltblutspendetag, der am 14. Juni, stattfindet. Er soll auf die Wichtigkeit von Blutspenden aufmerksam machen, heißt es vom DRK. (Amir Selim, Jakob von Sass)

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