276 Millionen für Kind-Zentrum-Neubau

Universitätsmedizin Göttingen: Grünes Licht für zweite Baustufe

Luftansicht über das neue Uni-Klinikum in Göttingen: Die 3D-Grafik von der Südseite der künftigen UMG. Links: der Neubau Baustufe 1, rechts das Eltern-Kind-Zentrum mit Kopfzentrum, für das nun Geld vom Land eingeplant ist. In der Mitte das künftige: Bildgebende Diagnmostikzentrum.
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So sieht es einmal aus, das Uni-Klinikum in Göttingen: Die 3D-Grafik von der Südseite der künftigen UMG. Links: der Neubau Baustufe 1, rechts das Eltern-Kind-Zentrum mit Kopfzentrum, für das nun Geld vom Land eingeplant ist. In der Mitte das künftige: Bildgebende Diagnmostikzentrum. Dessen Finanzierung zählt aber nicht zum 276-Millionen-Paket.

Gute Nachricht aus Hannover für die UMG und deren Neubauplanung: Der Aufnahme der Baustufe 2 in den Maßnahmenfinanzierungsplan wurde zugestimmt.

Göttingen – Das hat der Haushaltsausschuss des Niedersächsischen Landtags hat am Mittwoch beschlossen. Zwar klingt das erst einmal nicht überaus spannend, hat aber Bedeutung für die Uni-Klinik. Denn mit diesem Investitionsrahmen von 276 Millionen Euro ist die weitere Planung und Realisierung des Eltern-Kind-Zentrums und des Operativen Kinderzentrums mit Kopf-OP-Zentrum sichergestellt, wie die UMG und deu CDU-Landtagsabgeordnete Thomas Ehbrecht mitteilen.

Auf etwa 17.350 Quadratmetern, das sind etwa zwei Fußballplätze, sollen die Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe sowie alle klinischen Disziplinen mit Bezug zu pädiatrischen Patienten untergebracht werden.

Wichtiger Meilenstein: Aufnahme von Baustufe 2 in Finanzierungsplan

„Mit der Aufnahme der Baustufe 2 in den Finanzierungsplan schaffen wir jetzt die finanziellen Voraussetzungen für einen weiteren wichtigen Meilenstein des Neubaus auf dem Campus der UMG“, sagt Wissenschaftsminister Björn Thümler (CDU). Dessen Parteikollege Ehbrecht sitzt im Ausschuss für Wissenschaft und Kultur und freut sich über „reibungslose Fortschritte“ im jedoch vielen Uni-Mitarbeitern endlos erscheinenden Planungs- und Bauprojekt. „Ein solches Großprojekt zu planen und umzusetzen ist eine riesige Herausforderung, bei der aber alle Beteiligten sehr gut zusammenarbeiten.“

Neubau der modularen Intensivstation zwischen Bettenhaus 1 (links) und Bettenhaus 2: 41 Intensivbetten stehen zur Verfügung und werden bereits genutzt. Das Projekt wurde schnell realisiert, da in Modulen gebaut wurde.

Die Dachgesellschaft Bauvorhaben Hochschulmedizin Niedersachsen mbh (DBHN) hatte im Vorfeld bereits ein positives Votum abgegeben. Das Wissenschaftsministerium hatte das Votum unter Einbindung des Finanzministeriums in Hannover nun auf Plausibilität geprüft und nun durchgewunken.

Nun ist UMG-Baugesellschaft am Zug: Sie erstellte eine Bauabschnittsplanung, die dann wieder durch die Ausschüsse muss. Im September 2020 hatte der Haushaltsausschuss endlich grünes Licht für die Baustufe 1 der UMG gegeben – das Wissenschaftsministerium hatte auch 76 Millionen Euro für die Planung bewilligt.

Geduld ist gefragt: Baustufe 1 kann wohl erst Ende 2024 beginnen

Der Chef der UMG-Baugesellschaft, Christian Kilz, hatte damals von einem „Planungsbeginn im Sommer 2022“ gesprochen. Ein Baubeginn ist das aber noch lange nicht. Die UMG-Mitarbeiter brauchen weiter Geduld. Laut Schätzung der UMG-Verantwortlichen werden erst Ende 2024/Anfang 2025 tatsächlich die Arbeiten in der Baustufe 1 beginnen können. Darin enthalten ist der Abriss des Bettenhauses 1 samt Neubau mit einer Kapazität von 624 Betten, der Bau des Operationszentrums mit 25 OP-Sälen sowie des Herz-, Neuro- und Notfall-Zentrum.

In Betrieb sind derweil die neuen Intensivmedizingebäude zwischen den Bettenhäusern 1 und 2, wie UMG-Sprecher Stefan Weller auf Anfrage bestätigt. Dort werden auch die Covid-19-Patienten untergebracht, deren Zahl stetig zunimmt. Der Betrieb dort mit 41 Betten laufe reibungslos. Der in Modulbauweise in wenigen Monaten erstellte Komplex ist auch für Fahrzeuge leicht erreichbar. Die bisherige Corona-Intensiv-Station wird modernisiert. (Thomas Kopietz)

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