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Open-Air-Spielplan steht: Viel „Junges Theater“ unter freiem Himmel

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Von: Lea Beckmann

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Gruppenfoto von Schauspielern und Technikern auf der Hofbühne des Jungen Theaters.
Hinten in weiß die Schauspieler, die in dem Stück „Extrawurst“ mitspielen: Fabienne Elisabeth Baumann (von links), Michael Johannes Mayer, Jens Tramsen, Jan Reinartz, Götz Alsmann. Sie sind für die Technik zuständig: (vorne von links) Helge Fricke, Jost Leßmann (Leitung), Björn Jakob und Sebastian Strzys. © Lea Beckmann

Das Junge Theater Göttingen stellt seinen Open-Air Spielplan vor. Neben Vorführungen auf der eigenen Hofbühne gibt es auch anderorts Auftritte.

Göttingen – „Komm ins Offene“ – so lautet wieder das Motto für das Junge Theater Göttingen in diesem Sommer. Das Open-Air-Programm habe einiges zu bieten, sagte Intendant Nico Dietrich. Es werden Vorstellungen auf dem Hof des Jungen Theaters geben, aber auch auf der Waldbühne Brenke und im Freibad Brauweg.

Das Sommerprogramm startet am 17. Juni mit einem Heinz-Erhardt-Abend auf der Hofbühne. Auch an die Kinder wurde gedacht. „Räuber Hotzenplotz und die Mondrakete“ sei ein Stück für die ganze Familie. Im Freibad und auf der Waldbühne wird es die Musikshow „Dirty Old Town“ geben. Es sei die größte Musikshow, die das Junge Theater bislang produziert habe. Von Bob Dylan bis hin zu Queen ist alles dabei.

Junges Theater startet am 17. Juni mit dem Sommerprogramm

Der Höhepunkt der Open-Air-Vorstellungen ist die Komödie „Extrawurst“ von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob. „Das sind die Autoren der Serie Stromberg“, sagte Dietrich, der von dem Stück sehr begeistert ist. „Es ist ein Bühnenrenner.“ Es gehe um Rassismus in einem kleinen bürgerlichen Tennisverein.

Bei der Jahreskonferenz des Vereins wird über die Anschaffung eines neuen Grills diskutiert. Ein türkisches Vereinsmitglied erzählt daraufhin, dass Freunde von ihm zwei Grills haben, damit die Vegetarier nicht ihr Essen zum Fleisch legen müssen. Die Mitglieder wollen daraufhin auch einen zweiten Grill, damit das türkische Vereinsmitglied sein Fleisch nicht zum Schweinefleisch legen muss. Doch dieser will diese „Extrawurst“ gar nicht haben.

Die anderen sind der Meinung, dass er sie aber zu wollen hat. „Ein politisches Thema in einer amüsanten Komödie ist genau das richtige für unser sommerliches Programm“, erklärte der Intendant. Die Komödie wird auf der Hofbühne aufgeführt.

Ensemble spielt Komödie „Extrawurst“ auf der eigenen Hofbühne

Bis zu 150 Zuschauer könnten auf dem Hof Platz nehmen. Wenn es regnen sollte, dann werden die Vorstellungen nach innen in das Theater verlegt. Zudem werden auf dem Hof nur Sprechsachen stattfinden und maximal bis 21 Uhr, „damit die Anwohner nicht gestört werden“, sagte Dietrich.

Er ist zuversichtlich, dass auch in diesem Jahr wieder viele Zuschauer kommen werden. „Vergangenes Jahr wurden unsere Open-Air-Vorstellungen wirklich gut angenommen.“ Die Menschen würden sich so langsam wieder daran gewöhnen wegzugehen nach zwei Jahren Corona-Pandemie.

Veranstaltungen im Innenbreich seien allerdings immer noch ein Problem. „Da ist meist nur die Hälfte ausgebucht“, sagte Dietrich. Daher sei das Sommerprogramm im Freien ein gutes Angebot, um die Menschen wieder zum Theater zu locken.

Nach der letzten Vorstellung am 3. September wird die Bühne im Hof dann wieder abgebaut. „Die ist nur temporär da“, so Dietrich. (Lea Beckmann)

Tickets an der Theaterkasse des Jungen Theaters, telefonisch unter 0551/495015 oder per Mail an kasse@junges-theater.de

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