Untreue-Vorwurf: Feuerwehrverband um 275.000 Euro geprellt

Osterode/Göttingen. Der frühere Geschäftsführer des Kreisfeuerwehrverbandes Osterode muss sich demnächst wegen gewerbsmäßiger Untreue vor Gericht verantworten.

Die Staatsanwaltschaft Göttingen wirft dem 65-Jährigen vor, den Feuerwehrverband um mehr als 275.000 Euro geprellt zu haben. Insgesamt sei er wegen 44 Taten angeklagt, sagte der Sprecher der Strafverfolgungsbehörde, Andreas Buick. Der 65-Jährige habe als langjähriger ehrenamtlicher Geschäftsführer Vollmacht über die Konten des Kreisfeuerwehrverbandes gehabt und hätte für seine Tätigkeit jährlich

500 Euro entnehmen dürfen. Laut Anklage soll er zwischen Juli 2009 und Mai 2014 regelmäßig größere Summen von den Konten des Verbandes bar abgehoben oder auf andere Konten umgeleitet haben. Außerdem soll er Beträge aus der Sterbekasse der Feuerwehren für sich abgezweigt haben.

Die Unterschlagungen waren jahrelang unbemerkt geblieben. Erst im Frühsommer 2014 wurde der Kreisfeuerwehrverband durch eine Anfrage des Finanzamts auf die finanziellen Unregelmäßigkeiten aufmerksam. Die Finanzbehörde hatte bei einer Überprüfung festgestellt, dass von den Konten des gemeinnützigen Verbandes private Steuerschulden bezahlt worden waren. Der Feuerwehrverband hatte daraufhin Strafanzeige erstattet und den langjährigen Geschäftsführer aller Ämter enthoben.

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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