Uraufführung von Tom Sawyer: Nervosität vor der Premiere

Proben für die Uraufführung am Samstag: Moritz Schulze spielt den jungen Tom Sawyer. Felicitas Madl ist Becky. Foto: Gewert

Göttingen. Die neue Musical-Produktion „Tom Sawyer und Huckleberry Finn“ hat am Samstag, 4. Oktober, im Deutschen Theater in Göttingen Premiere. Beginn der Uraufführung ist um 19.45 Uhr.

Seit Ende des 19. Jahrhunderts begleiten die Geschichten von Mark Twain, die Tom Sawyer und Huckleberry Finn erleben, Kinder und Erwachsene: Tom entdeckt die erste Liebe, sein Freund Huck verführt ihn zu Abenteuern, ein heimlich beobachteter Mord lässt den frisch verliebten Tom mit dem verwaisten Huck fliehen aus Angst vor Rache, bevor sie doch wieder zurückkehren.

Moritz Schulze (24) spielt den jungen Tom Sawyer. Felicitas Madl (28) ist Becky. Beide haben zur Vorbereitung viel von Mark Twain gelesen, um sich eine Vorstellung von der Entwicklung der Figuren zu machen und einen Weg durch das Stück zu finden. „Das Stück handelt von der wahnsinnigen Kraft der ersten Liebe“, sagt Madl. „Jede Probe ist ein neues Schauen, Hinterfragen und Suchen im Leben.“ Beide freuen sich, beim Theaterstück mitzuwirken. „Ich muss nicht krampfhaft ein Kind spielen. Die Stoffe sind ziemlich erwachsen“, sagt Schulze. „Mein Tom ist ziemlich nah an mir ran“. So lernen die Darsteller sich in ihrer Rolle auch ein stückweit selbst besser kennen.

Auch ein ganz junger Schauspieler ist dabei: Moritz Kahl (12) spielt als Sid Sawyer mit. „Ich habe noch nie Theater gespielt“, sagt er. Für ihn ist es eine völlig neue Situation. Er musste lernen, wie er seine Stimme im Raum richtig einsetzt.

Das Zusammenspiel aus Schülern und Profis war für alle Beteiligten eine neue Situation: „Das hat ein bisschen holprig angefangen“, sagt Hauptdarsteller Moritz Schulze. „Wir wussten nicht, wie wir mit ihnen umgehen können, was sie können und wo wir vielleicht ein wenig Geduld brauchen.“

Gleichwertige Partner

Aber mittlerweile sind sie ein Team und gleichwertige Partner. Sie lernen gegenseitig voneinander, tauschen sich aus und helfen sich. Der 12-jährige Moritz Kahl möchte vielleicht auch mal Profi-Schauspieler werden.

Er versteht sich gut mit dem Hauptdarsteller, der einen ganzen Tag lang vor der Premiere immer sehr nervös ist: „Ich versuche runterzukommen, was mir nie gelingt“, lacht er. „Bei der Vorstellung bin ich dann nicht mehr der nervöse Moritz“. Dann ist er Tom. Moritz Kahl gibt sich gelassener: „Och, ich bin eigentlich nicht nervös“, sagt er, wo sich der Profi noch einiges bei ihm abschauen könnte. (mtg/bsc)

Weitere Termine: 7., 10., 21., 24., 29. Oktober sowie 1., 7., 12. und 20. November.

Kartentelefon: 05 51/49 69 11.

Weitere Informationen gibt es hier.

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