Eine gewisse Ähnlichkeit war nicht zu übersehen

Urenkel von Göttinger Museumsgründer auf Visite

Eine gewisse Ähnlichkeit ist nicht zu übersehen: Die drei Urenkel (von links) Philipp und Isabell Stauffer sowie Christina Heyne vor der Porträtbüste des Museumsgründers Moriz Heyne mit Museumsleiter Dr. Ernst Böhme im Städtischen Museum am Ritterplan. Foto: Niesen

Göttingen. Eine gewisse Ähnlichkeit war nicht zu übersehen: Drei Urenkel von Prof. Moriz Heyne (1837 bis 1906), dem Gründer des Städtischen Museums Göttingen, haben jetzt erstmals das Museum am Ritterplan besucht und mit seinem Leiter Dr. Ernst Böhme über ihren bekannten Vorfahren gesprochen.

Die Urenkel Christina Heyne sowie Isabell und Philipp Stauffer leben in der Schweiz. Dort hatte Moriz Heyne vor seinem Wechsel 1883 nach Göttingen gewirkt. In Basel, dessen Ehrenbürger Heyne ist, baute er die Mittelalterliche Sammlung auf, aus der das Historische Museum Basel hervor ging.

In Göttingen arbeitete Moriz Heyne als Professor für Germanistik. Er widmete sich vor allem der Herausgabe des Deutschen Wörterbuchs, das 1867 von Jakob Grimm begonnen worden war. Aufbauend auf seine Erfahrungen in Basel regte er in Göttingen ebenfalls die Gründung einer Städtischen Altertumssammlung an. Dank der Unterstützung des damaligen Oberbürgermeisters Georg Merkel entstand daraus 1889 das Städtische Museum, das heute mit seinen rund 150.000 Objekten gerne als das Gedächtnis der Stadt bezeichnet wird.

Göttingen ehrte Moriz Heyne 1903 für seine Verdienste mit einer Porträtbüste, für die sie den Bildhauer Paul Nisse beauftragte. Nisse hatte zwei Jahre zuvor das Gänseliesel vor dem Alten Rathaus geschaffen - die Figur, die heute das Wahrzeichen Göttingens ist und von allen frisch gekürten Doktoranten geküsst wird. (zhp)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.