Frist verstrichen

Urteil zu tödlichem Messerstich: Staatsanwaltschaft verzichtet auf Revision 

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Tödlicher Messerstich bleibt ohne strafrechtliche Folgen: Ein 44-Jähriger erlag im August vergangenen Jahres in dieser Apotheke seinen Verletzungen.

Göttingen. Es bleibt dabei: Der durch einen Messerstich verursachte Tod eines 44-jährigen Mannes in der Göttinger Innenstadt bleibt ohne strafrechtliche Folgen.

Die Staatsanwaltschaft Göttingen hat darauf verzichtet, innerhalb der gesetzlichen Frist Revision gegen das Anfang Juli verkündete Urteil des Landgerichts Göttingen einzulegen. Damit sei das Urteil rechtskräftig geworden, teilte am Montag ein Gerichtssprecher mit.

Der 39-jährige Angeklagte muss somit lediglich wegen besonders schweren Raubes in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung eine Freiheitsstrafe von vier Jahren verbüßen. Da er drogenabhängig ist, ordneten die Richter außerdem die Unterbringung des Mannes in einer Entziehungsanstalt an.

Höhere Strafe als Forderung

Die Staatsanwaltschaft hatte für den Angeklagten eine deutlich höhere Gesamtfreiheitsstrafe von 13 Jahren wegen Totschlages, schwerer räuberischer Erpressung und schweren Raubes gefordert. Das Landgericht hatte ihn dagegen vom Vorwurf des Totschlages frei gesprochen. 

Nach Ansicht der Göttinger Kammer hatte der Angeklagte im August vergangenen Jahres in Notwehr gehandelt, als er einem 44-Jährigen ein Messer in den Bauch stieß, weil dieser ihn zuvor mit einem Pfeffergel-Spray attackiert hatte. Der Schwerverletzte hatte sich danach noch in eine nahegelegene Apotheke begeben, wo er kurz darauf an starken inneren Blutungen verstarb.

Angriff mit Metallrohr

In einem weiteren angeklagten Fall hatte sich der vielfach vorbestrafte Angeklagte nach Ansicht des Gerichts des schweren Raubes und der vorsätzlichen Körperverletzung schuldig gemacht. Der 39-Jährige hatte einige Tage vor dem Messerangriff eine 43-jährige Frau in einem Wohnkomplex an der Groner Landstraße mit einem Metallrohr attackiert und ihr mehr als 400 Euro entwendet.

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