Göttingen in neuem Licht

Vater-Sohn-Gespann aus Göttingen bringt zum zweiten Mal Wandkalender auf den Markt

Vater und Sohn stehen auf dem Gänseliesel-Brunnen und halten ihren neuen Wandkalender in den Händen.
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Die Macher hinter „Göttingen in neuem Licht“: Findus Hirt mit seinem Vater Karsten Knigge (links) spenden auch dieses Mal wieder einen Teil der Einnahmen.

Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr: Karsten Knigge und sein Sohn Findus Hirt bringen erneut einen Wandkalender auf den Markt. Ein Teil der Einnahmen wird gespendet.

Göttingen – Dass die Coronakrise nicht nur negative Seiten hat, beweist der Göttinger Karsten Knigge (55) mit seinem Sohn Findus Hirt (16). Die beiden sind Herausgeber eines Lichtkunst-Kalenders mit ungewöhnlichen Stadtansichten der Universitätsstadt. „Göttingen in neuem Licht 2022“ ist ab sofort für 19,50 Euro erhältlich. Auch dieses Mal kommt ein Teil der Einnahmen soloselbstständigen Kulturschaffenden zugute.

Nach dem großen Erfolg des Projektes im vergangenen Jahr – bereits Anfang Dezember waren alle Exemplare des Wandkalenders ausverkauft, es musste nachgedruckt werden – möchte das Vater-Sohn-Gespann seine Erfolgsgeschichte in diesem Jahr fortsetzen.

Spektakuläre Aufnahme aus der Göttinger Lokhalle: Einen ganzen Tag waren Knigge und Hirt sowie drei Helfer im Einsatz. Das Endergebnis des Shootings ist im neuen Wandkalender zu sehen.

Dieses Mal erstrahlen bekannte Innenräume Göttingens in ganz neuem Licht. Knigge und Hirt illuminieren besondere Orte mit Lichtskulpturen und Lichtmalereien. Dabei herausgekommen sind erneut 13 einzigartige Fotografien, die als Wandkalender ihre Käufer durch das Jahr 2022 führen sollen.

Die Monatsblätter des jetzt erschienenen Kalenders zeigen die zahlreichen spektakulären Innenräume, die die Stadt zu bieten hat. In der Lokhalle etwa betonen schwebende Lightorbs, Kugeln aus Licht, das industrielle Ambiente.

Ein Tornado aus Licht: Auch die Treppenanlage des Accouchierhauses wurde für ein Fotoshooting genutzt.

In der alten Fechthalle, heute Heimat der Ballettschule art la danse, sind Umrisse einer Balletttänzerin vor einem wogenden Lichtteppich zu sehen. Ein Lichtertornado zuckt durch die architektonisch bedeutende Treppenanlage im Accouchierhaus.

Coronakrise macht Aufnahmen erst möglich

Wie schon für den letztjährigen Kalender, waren auch in diesem Jahr viele der sogenannten Lightpaintings für „Göttingen im neuen Licht 2022“ nur durch die Coronakrise möglich, wie die Karsten Knigge und Findus Hirt in einer Mitteilung verrieten. Grund hierfür: die fotografierten Örtlichkeiten sind normalerweise stark frequentiert. So haben sie im Spaßbad an der Eiswiese beispielsweise stundenlang Zeit gehabt, ihre Aufnahmen ohne störenden Besucherverkehr zu realisieren.

Die Leere vieler Orte ist nicht zuletzt deswegen für die beiden Fotokünstler von Vorteil, als das oft Shootings aufwändig vorbereitet werden mussten: von jeder Location fertigten Knigge und Hirt zunächst Probefotos an, bevor entschieden wird, welche Lichtinstallation passend zum Ort auf dem Lightpainting erscheinen soll.

Die längste Fotosession war demnach die in der Lokhalle: hier brauchte es einen ganzen Tag, bis die beiden und drei zusätzliche Helfer das gewünschte Motiv im Kasten hatten.

Neben den aufwendigen Aufnahmen kümmern sich die beiden auch um Druckereiverhandlungen, Kalkulation, Sponsorensuche, Vertrieb und Öffentlichkeitsarbeit. Der 16-jährige Findus bekommt so zusätzlich noch einen praktischen Einblick, wie das Management eines Kunstprojektes funktioniert.

Aktion: Drei Euro pro verkauftem Kalender werden gespendet

Der fertige Kalender „Göttingen in neuem Licht 2022“ im A3-Format zum Preis von 19,50 Euro ist im Göttinger Buchhandel erhältlich. Auf der Internetseite lightpainting-goe.de sind alle Verkaufsstellen gelistet und es gibt außerdem eine Online-Bestellmöglichkeit.

Das Besondere an dem Kunstprojekt: 3 Euro je Kalender geben Vater und Sohn wie vor einem Jahr weiter an eine Aktion des Kunst.eV, der soloselbstständige Kulturschaffende in der Coronakrise unterstützt.

Im vergangenen Jahr konnten Knigge und Hirt über 2.000 Euro ihrer Einnahmen an den Verein spenden. (Melanie Zimmermann)

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