Basketball-Bundesliga

Veilchen kämpfen die Löwen in der Verlängerung nieder: 114:107

Ein Veilchen gegen zwei Löwen: Im Bundesliga-Spiel der BG Göttingen gegen Braunschweig setzt sich Göttingens Darius Carter (am Ball) gegen Braunschweigs Tim Schwarz (links) und Geoffrey Groselle durch. Foto: Jelinek

Göttingen. Spannender Abschluss einer erfolgreichen Saison für die BG Göttingen: Im Derby gegen die Löwen Braunschweig gab es vor vollem Haus einen 114:107-Sieg. 

Schade, dass diese Basketball-Saison jetzt schon zu Ende ist. Das letzte Spiel der BG Göttingen bot noch einmal alles, was diesen Sport so interessant, so begeisternd und so attraktiv macht.

Und zum Abschluss wurde sogar noch einmal eine Verlängerung nötig: Die Veilchen siegten nach zwei Verlängerung vor 3411 Zuschauern mit 114:107 (85:85, 47:45). Dieses Spiel wollte einfach kein Ende nehmen. Großes Kino, große Emotionen am Ende mit der Sieges-Humba von Kapitän Spohr.

Tolle Geste vor dem Spiel: Dominik Spohr wurde von den Veilchen für seine vierjährige Klubzugehörigkeit geehrt, er verlässt die BG. Der Kapitän erhielt ein gerahmtes Trikot, die Fans präsentierten 2000 gedruckte Spohr-Konterfeis vorm Spiel.

Auf dem Feld scherten sich beide Mannschaften wenig um die Defensive, schließlich stand für beide nichts mehr auf dem Spiel. Scott Eatherton erzielte die ersten drei Körbe für die BG, nach drei Minuten lag die BG 10:4 vorn. Mathis Mönninghoff netzte den ersten Dreier für die Südniedersachsen ein, auf beiden Seiten blieb das Tempo sehr hoch.

Dumm für die BG: Sie bekam Braunschweigs Center Geoffrey Groselle nicht in den Griff, der immer wieder aus der Nahdistanz punktete.

Göttingens Adam Waleskowski konnte nach einer kurzen Verletzungspause weitermachen. 28:26 nach den ersten zehn Minuten. Es war ein Punkte-Feuerwerk zum Spaß für die Fans.

Braunschweig blieb auch im zweiten Abschnitt dran, Ex-Veilchen Jamal Boykin netzte zum 30:32-Anschluss für die Löwen ein. Ein Foul gegen ihn brachte Löwen-Coach Frank Menz derart auf die Palme, dass er ein Technisches Foul erhielt.

Veikalas verwandelte den obligatorischen Freiwurf, Mönninghoff schloss den nächsten Angriff mit dem nächsten Dreier zum 39:32 ab. Doch die Löwen zeigten sich weiter bissig, spielten offensiv – im Gegensatz zu vielen vorangegangenen Saisonpartien – gut mit, weil es auch für sie um nichts mehr ging.

Veikalas baute die kleine Führung mit vier Punkten wieder aus, doch ebenso schnell war sie wieder dahin. Mit 47:45 ging’s in die Halbzeit. Die Wurfquoten lagen zur Pause bei beiden Teams über der 50-Prozent-Marke.

Auch nach Wiederbeginn blieb das Derby eng. Auf beiden Seiten traten die Dreierschützen in Aktion, Jesse Sanders traf für die BGer. Dyshaun Pierre und der Österreicher Thomas Klepeisz für die Löwen, die auch in Front gingen: Nach einem technischen Foul gegen Waleskowski lagen die Gäste 61:56 vorne.

Doch die Veilchen kämpften sich einmal mehr zurück, Spohr und Sanders verwandelten zwei Dreier in Folge zum 66.63, aber die Löwen gingen mit einem knappen 67:66-Vorsprung ins letzte Viertel.

Leon Williams drehte die Partie wieder, doch durch zwei Dreier von Pierre zog Braunschweig auf 78:73 weg, unterbrochen von einem Dreier von Veikalas. Williams verpasste mit dem letzten Wurf den Sieg.

Erste Verlängerung. Weiter Spannung, Dramatik, Nervenkitzel. Williams-Dreier zum 90:90, Mönninghoff-Dreier zum 98:94. Aber die Löwen beißen wieder zurück. 98:98 nach 45 Minuten

2. Verlängerung. Veikalas bringt die BG mit 104:98 in Front. Alex Ruoff scort den nächsten Dreier zum 107:103. Sanders mit Drei-Punkt-Spiel zum 110:105. Williams und Ruoff punkten weiter, Ruoff wirft den letzten Korb der Saison zum 114:107-Sieg. Welch ein in letztes Spiel, welch ein Abschluss dieser erfolgreichen Spielzeit. Und noch eine Zugabe: Als Gag bot die Mannschaft noch ein „Shoot-out“ von der Mittellinie. Sanders, Carter und Danny Borchers trafen dabei. (haz/gsd)

BG: Williams 9, Veikalas 14, Ruoff 28, Spohr 3, Menzel, Carter 11, Schwarz, Mönninghoff 12, Waleskowski 11, Sanders 18, Eatherton 8, Grüttner.

Beste Braunschweiger: Groselle 33, Pierre 31, Klepeisz 14.

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