Kulturangebot

Veranstaltungen: Göttinger kämpfen für neue Spielstätte

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Klau Wißmann, Verein Kreuzberg on KulTour

Der SPD-Ortsverein Weende macht sich für eine neue Veranstaltungslokalität in Göttingen stark. Das freut den Verein Kreuzberg on KulTour. Viel zu lange hätte die Politik dem Spielstättensterben in Göttingen einfach nur zugeschaut.

Alle großen Ratsfraktionen wären vor einen Jahr davon überzeugt gewesen, dass es Göttingen genügend Veranstaltungslokalitäten gebe. „Das ist aber ein großer und fataler Irrtum, wie wir als Veranstalter fast täglich erleben“, so der erste Vorsitzende von Kreuberg on KulTour, Klaus Wißmann.

In Göttigen fehle es an Räumen mit Platz für 200 bis 1200 Besucher. Daher müsse der Verein Künstlern immer wieder absagen. „Ein Armutszeugnis für das Oberzentrum Göttingen“, meint Wißmann. Die Unistadt liege inmitten Deutschlands. Viele tourende Künstler würden gerne in Göttingen Halt machen. Doch das sei zu selten möglich. Das Göttinger Kulturzentrum musa könne den Bedarf nicht decken. Beim Wegfall des Blue Notes und der Tangente hätten die Ratsfraktionen nur zugesehen. Nun müsse man wieder bei null anfangen - und das werde teuer.

Laut Wißmann leiden besonders die regionalen Nachwuchsbands sehr unter dem Wegfall des Blue Notes und der Tangente. In beiden Lokalitäten hätten die jungen Musiker erste Bühnenerfahrungen sammeln können. Diese Chance bliebe den Künstlern wegen des Raummangels nun verwehrt – und weil privatwirtschaftliche Clubs und Kneipen das hohe finanzielle Risiko von Veranstaltungen mit Nachwuchskünstlern scheuen würden. Auch stadtweite Veranstaltungen wie das Indooraltstadtfest könne man in Göttingen aus Kapazitätsgründen nicht mehr wirtschaftlich verantwortbar durchführen, kritisiert Wißmann weiter.  jfw

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