Verdi: Keine Abfindung für den beurlaubten VHS-Geschäftsführer

Beurlaubter VHS-Geschäftsführer: Thomas Eberwien. Foto: zhp

Göttingen/Osterode. Der Fall des beurlaubten Geschäftsführers der Volkshochschule (VHS) Göttingen, Thomas Eberwien, beschäftigt weiter den Aufsichtsrat. In einer Sitzung am Dienstagabend ging es auch um weitere Details.

Wie der NDR meldete und der Verdi-Bezirk Region Süd-Ost-Niedersachsen weiterverbreitete, würden in dem Gremium Überlegungen angestellt, Eberwien mit einer Abfindung von 50.000 bis 100.000 Euro ziehen zu lassen.

Eine HNA-Nachfrage bei der mit der Prüfung des Falles beauftragten Göttinger Anwaltskanzlei SJS ergab. „In der Sitzung am Dienstag ist weder die Zahl 50.000 Euro noch die Zahl 100.000 Euro und das Wort Abfindung gefallen“, sagte Anwalt Alexander Schneehain. „Im Moment laufen Gespräche mit allen Beteiligten.“

Verdi-Geschäftsführer Sebastian Wertmüller hatte in einer Pressemitteilung nachgelegt: „Die Vorwürfe gegen Herrn Eberwien und seine Entlassung sprechen für sich. Da ist eine Abfindung völlig unverständlich.“

Da die VHS aus öffentlichen Zuschüssen und Kursgebühren finanziert würde, müsse jede zusätzliche Ausgabe von der Stadt und dem Landkreis finanziert werden, oder die Beschäftigten hätten das auszubaden, so Wertmüller.

Eberwien war nach dem Bekanntwerden von Unregelmäßigkeiten bei Reisekostenabrechnungen und der privaten Verwendung der Firmenkreditkarte am 5. September abberufen worden.

Verdi-Mann Sebastian Wertmüller glaubt im Übrigen, dass „die Aufklärung bei der VHS noch lange nicht beendet ist“. Eine Aussage, die Anwalt Schneehain nicht dementiert und ein Beispiel nennt: „Uns liegen die genauen Details über die Benutzung der Kreditkarte im Übrigen erst jetzt vor.“ All das werde genau geprüft.

Gegenüber Eberwien ermittelt auch die Staatsanwaltschaft Göttingen wegen des Verdachts der Untreue. (tko)

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