Verdi: Kita-Streik geht nach Pfingsten weiter

Aktion in der Göttinger Innenstadt. Der Streik der Erzieherinnen und Erzieher geht auch nach Pfingsten weiter. Archicfoto: Dittrich

Göttingen/Fulda. Der unbefristete Streik im Sozial- und Erziehungsdienst wird auch über Pfingsten hinaus fortgesetzt.

Das beschloss am Mittwoch die erste bundesweite Streikdelegiertenkonferenz der Gewerkschaft Verdi.

Zuvor hatten in Fulda etwa 330 Vertreter aus Streikbetrieben aus dem ganzen Bundesgebiet über den laufenden Tarifkonflikt mit der Vereinigung der kommunalen Arbeitgeberverbände beraten. Auch in Südniedersachsen werden die Streikaktionen fortgeführt, sagte Sebastian Wertmüller, Geschäftsführer des Verdi-Bezirks: „Wir werden ohne Unterbrechung den Streik fortführen. Das heißt unbefristet über Pfingsten hinaus.“

Wertmüller bittet insbesondere die betroffenen Eltern um Verständnis: „Es fällt uns nicht leicht, die Arbeit mit Menschen einfach so ruhen zu lassen.“ Verdi sei bereit und in der Lage, die Streikaktivitäten innerhalb eines Tages einzustellen, wenn es einen verhandelbaren Vorschlag gibt.

Wertmüller weist auf die Finanzlage der öffentlichen Hand hin: Bund, Länder und Gemeinden werden laut Verdi bis zum Jahr 2019 insgesamt 38 Milliarden Euro mehr einnehmen als bisher eingeplant, etwa acht Milliarden Euro zusätzlich pro Jahr, so die aktuelle Steuerschätzung.

Aus Sicht der Gewerkschaft sind also Spielräume für die Kommunen zur Finanzierung der Tarifforderung vorhanden. Da es sich bei den Sozial- und Erziehungsberufen aber um gesellschaftlich dringend notwendige Tätigkeiten handelt, müssten notfalls auch die Länder und der Bund die Kommunen bei der Finanzierung unterstützen.

Wertmüller: „Es liegt nicht am Geld, es liegt am fehlenden Willen zur Aufwertung!“

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