Ehrenamtliche Bildungsarbeit

Verdienstkreuz für den Vater der Senioren-Uni

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Hohe Ehrung: Prof. Klaus Düwel erhielt das Bundesverdienstkreuz am Bande aus der Hand der Göttinger Kulturdezernentin Dagmar Schapeit-Beck. Foto: Schröter

Göttingen. Die Stadt Göttingen hat einen neuen Träger des Bundesverdienstkreuzes. Am Montag wurde Prof. Klaus Düwel für seine umfangreichen Verdienste in der ehrenamtlichen Bildungsarbeit mit dem Verdienstkreuz am Bande des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland ausgezeichnet.

„Prof. Klaus Düwel hat die Vielzahl seiner wunderbaren Eigenschaften und wertvollen Fähigkeiten genutzt, als Planer oder Manager, als Ideengeber oder Mediator, als Wissenschaftler oder Lehrer, als Führungskraft oder Akteur für seine Mitbürgerinnen und Mitbürger zu arbeiten“, lobte Göttingens Kulturdezernentin Dagmar Schlapeit-Beck, die den Orden im Namen von Bundespräsident Joachim Gauck überreichte. Das habe er in voller Überzeugung und Leidenschaft mit dem Kopf und mit dem Herzen getan: „Und deshalb haben wir ihm viel zu verdanken.“

1935 in Hannover geboren, kam Klaus Düwel als Student nach Göttingen und blieb der Gänselieselstadt seither treu. Neben seinem Posten als Universitätsprofessor am Institut für Germanistik engagierte er sich intensiv für die Erwachsenenbildung. 1977 übernahm er den ehrenamtlichen Vorsitz des Volkshochschul-Vereins und führte die VHS Göttingen durch eine schwere und Existenz bedrohende Krise. „Am Ende seiner Ära als Vorsitzender im Jahr 2004 hinterließ er ein funktionierendes, ja florierendes Bildungsunternehmen“, betonte Schlapeit-Beck.

Während viele andere nach diesen aufreibenden 17 Jahren vielleicht erstmal Luft geholt und sich aus dem Ehrenamt zurückgezogen hätten, legte Klaus Düwel sofort nach. Mit einer Reihe von Gleichgesinnten gründete er nur ein Jahr später die Göttinger Altenakademie, die sich 2011 als selbstständiger Verein „Universität des Dritten Lebensalters“ (UDL) etablierte. Dort hatte Düwel bis vor einem Jahr den Vorsitz inne.

„Wir in Göttingen haben unglaublich von der ehrenamtlichen Arbeit Klaus Düwels profitiert“, betonte die Kulturdezernentin. Vielen Menschen aus der Stadt und dem Umland habe diese Arbeit geholfen. „Sie hat sie bereichert, ihren Lebensweg leichter gemacht, ihnen Perspektive gegeben oder Teilhabe ermöglicht.“

Prof. Klaus Düwel selbst gab sich in seiner Dankesrede bescheiden. Dieses Bundesverdienstkreuz müsste eigentlich portioniert werden“, betonte er. Jeder, der Anteil an seinen Erfolgen gehabt habe – und das seien sehr viele – hätten ein Stück davon verdient. Düwel: „Ich danke allen hier Anwesenden für ihre zustimmende und kritische Anteilnahme, die ich über die Jahre erfahren habe.“ (per)

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