Hohe Ehrung

Verdienstmedaille für Göttinger Theologin Dr. Bettina Kratz-Ritter

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Auszeichnung: Stadträtin Petra Broistedt (rechts) überreichte Dr. Bettina Kratz-Ritter die Verdienstmedaille.

Göttingen. Hohe Ehrung für Dr. Bettina Kratz-Ritter: Die evangelische Theologin ist nun Trägerin der Verdienstmedaille des Verdienstordens der Bundesrepublik Deutschland.

Stadträtin Petra Broistedt überreichte der 59-Jährigen die hohe Auszeichnung am Mittwoch im Neuen Rathaus. Die Göttingerin erhielt die Ehrung für ihr Engagement für die Verständigung zwischen Chisten und Juden. Broistedt lobte die vielfältige Arbeit der Göttingerin, die seit 1996 in der Uni-Stadt lebt. Seit 2001 hat die Theologin ein eigenes Verlagsbüro in Göttingen.

„Das jüdische Leben fand in meiner Kindheit nicht statt“, sagte Kratz-Ritter. Von 1982 bis 1994 lebte sie in Zürich und kam dort mit der jüdischen Kultur in engen Kontakt.

Nach dem Umzug nach Göttingen wurde sie 1996 Vorstandsmitglied der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit, an deren Spitze sie von 2000 bis 2008 stand.

Seit 2012 ist sie stellvertretende Vorsitzende der Gesellschaft und für die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit sowie Schulprojekte verantwortlich. Außerdem gibt die Alexanderpreisträgerin, die auch die Gedenkstunden zur Pogromnacht organisiert, seit dem Jahr 2000 die Schriftenreihe der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit heraus. Weiterhin engagierte sie sich für den Wiederaufbau der jüdischen Gemeinde und der Synagoge in Göttingen.

Stolpersteine

Ein großes Anliegen sind ihr zudem die Stolpersteine, die an das Schicksal von jüdischen Bürgern im Göttinger Straßenbild erinnern.

Seit 2016 engagiert sich Dr. Kratz-Ritter im Vorstand des deutschen Koordinierungsrates, dem bundesweiten Dachverband der Gesellschaften für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit.

http://gcjz-goettingen.de

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