Integration zum 1. Juli geplant

Verein Bildungsregion geht in SüdniedersachsenStiftung auf

Dr. Jens Schneider,Vorstandsmitglied der SüdniedersachsenStiftung
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Dr. Jens Schneider,Vorstandsmitglied der SüdniedersachsenStiftung, berichtete, was nach der Überführung der Bildungsregion in die Stiftung alles geplant ist.  

Der Verein Bildungsregion Südniedersachsen wird zum 1. Juli aufgelöst und in die SüdniedersachsenStiftung integriert. Diesen Beschluss fasste die Mitgliederversammlung des Vereins jetzt mit großer Mehrheit bei nur zwei Gegenstimmen.

Göttingen – „Es ist der richtige Schritt zur richtigen Zeit“, sagte der Vorsitzende der Bildungsregion Südniedersachsen, Kreisrat Marcel Riethig, bei einer Online-Pressekonferenz. Der Vorstand des Vereins hatte bereits im Juli vergangenen Jahres beschlossen, Gespräche mit der SüdniedersachsenStiftung aufzunehmen. Auch wenn der Plan zu kontroversen Diskussionen geführt hatte, wurde in der Folge bereits ein Konzept zur Überführung der Projekte und Aufgaben des Vereins in die die Stiftung sowie der notwendigen Strukturänderung dieser erarbeitet. „Die SüdniedersachsenStiftung arbeitet seit Jahren an ähnlichen oder sogar gleichen Themen wie die Bildungsregion und das Ziel der Verschmelzung ist es jetzt, Kompetenzen und Ressourcen beim Thema Bildung zu bündeln“, betonte Riethig. Die Aufmerksamkeit, die der Prozess der Zusammenführung zuletzt erregt hatte, empfinde der Vorsitzende als durchaus positiv. „Diese Aufmerksamkeit gilt es jetzt mitzunehmen und wir müssen dafür sorgen, dass sich die Befürchtungen der Kritiker in Luft auflösen“, sagte er.

Die Bildungsregion Südniedersachsen ist ein Zusammenschluss der Landkreise Northeim und Göttingen, der Stadt Göttingen und dem Land Niedersachsen. In dem Verein engagieren sich nahezu alle Städte und Gemeinden in Südniedersachsen sowie zahlreiche bildungsnahe Institutionen mit dem Ziel, langfristig ein Bildungsmanagement für die Region zu erstellen. Leitgedanken sind eine hohe Qualität von Bildung sowie Bildungsgerechtigkeit. „Wir haben lange diskutiert und sind uns einig geworden, dass wir als Verein nicht weiterkommen“, sagte Bildungsregion-Vorstandsmitglied Jens Meyer. Der Bürgermeister der Gemeinde Kalefeld ist sich sicher, dass man mit der SüdniedersachsenStiftung nun genau den richtigen Partner gefunden habe. „Allein die Tatsache, dass alle Kommunen der Überführung des Vereins in die Stiftung zugestimmt haben zeigt deutlich, dass dies der richtige Weg ist“, so Meyer.

„Es war eine kontroverse, aber außerordentlich produktive Debatte“, sagte Stiftungsrat-Vorsitzender Bernhard Reuter. Die SüdniedersachsenStiftung stehe der Bildungsregion künftig „als professioneller Dienstleister“ zur Verfügung. „Wir versprechen uns mehr Effekte für das vorhandene Geld zu erzielen, eine bessere Vernetzung der verschiedenen Akteure sowie eine Optimierung der vorhandenen Strukturen“, meinte der Landrat. Der Vorstandsvorsitzende der SüdniedersachsenStiftung, Dr. Martin Rudolph, dankte allen Beteiligten für die guten Verhandlungen.

„Die Strukturen sind nun geschaffen und die Debatte um die Bildungsthemen haben noch einmal unsere Sinne geschärft, was wir eigentlich erreichen wollen als Bildungsregion“, meinte Rudolph. Ein wichtiger Schritt zum Erreichen der Ziele sei auch die Erweiterung des Stiftungsvorstandes um VHS-Geschäftsführerin Carola Müller, die sich dort künftig um Bildungsthemen kümmern wird.

„Wir gehen einen sehr guten Weg, indem wir zwei große Plattformen zusammenführen“, betonte Stiftungs-Vorstandsmitglied Dr. Tim Schneider. Angestrebt sei nun eine „engere Verzahnung der Bereiche Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Kommunen“. Für die Zeit nach dem 1. Juli kündigte Schneider die Fortführung „der guten Projekte der Bildungsregion“ wie etwa dem „Haus der kleinen Forscher“ an. „Dazu wollen wir die guten Kompetenzen der Stiftung bei der Fördermittelakquise nutzen.“ (Per Schröter)

Hintergrund: Die SüdniedersachsenStiftung

Die SüdniedersachsenStiftung wurde im März 2004 von den vier Landkreisen Eichsfeld, Göttingen, Northeim und Osterode sowie der Stadt Göttingen gegründet. Ziel der Stiftung ist es, die Entwicklung und das Wachstum der Region Südniedersachsen zu fördern. Zu den bekannten Stiftungsprojekten gehören der „Südniedersachsen Innovations Campus“ (SNIC), das Fachkräftebündnis Südniedersachsen, das regionale Fachkräftemarketing sowie das Welcome Center. Weitere Infos gibt es hier. (bsc)

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