Kooperation

Verein braut in Uslar neues Bier für guten Zweck

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Etiketten sind schon fertig: Esther Jutzi vom Verein Soli-Bier mit einer noch leeren Flasche Naturtrüb.

Uslar – „Schon lange wollen wir unser Lieblingsgetränk mit einem guten Zweck verbinden.“ Das sagt der Verein Soli-Bier aus Göttingen und hat den Grundstein dafür in Uslar in der Brauerei gelegt. Bei Bergbräu ist gerade der Biersud angesetzt für ein Naturtrüb, das erstmals im August zu haben sein soll.

Die Brauerei unter Führung von Geschäftsführer Jörg Tietz (Dransfeld) ist Kooperationspartner für den Verein Soli-Bier, der seinerseits das Naturtrüb-Bier aus Uslar verkaufen und pro verkaufter Flasche mindestens 5 Cent an regionale Projekte mit ökologischer und sozialer Ausrichtung spenden will.

Die Uslarer Brauerei hat sich nicht ganz uneigennützig beteiligt, vergrößert sie ihre Produktpalette doch um eine Spezialität, nachdem zuletzt wieder ein Weizenbier mit äußerst positiver Resonanz hinzugekommen ist. Naturtrübes Bier wird auch Kellerbier genannt, ist ungefiltert und kommt als Flaschenbier auf den Markt.

Der Verein Solibier wollte mit dem Projekt schon viel eher loslegen, wurde aber von Corona gestoppt. Start für das Uslarer Naturtrüb war diese Woche, nachdem die Bergbräu-Brauer Andreas Nix und Stefan Henne mit Fabian Gabriel von Soli-Bier, von Beruf auch Brauer, das Naturtrüb kreiert hatten. Der Verein nimmt es der Brauerei palettenweise ab und bekommt von der Bergbräu beim Vertrieb Unterstützung, lautet der Plan. Die Uslarer Brauerei bringt es zudem selbst in den Handel.

Für den Verein Soli-Bier ist das Ziel ganz klar: Den Biergenuss mit Nutzen für Gesellschaft und Umwelt zu verknüpfen und nachhaltig zu agieren: Langfristig soll ökologisches Bier gebraut werden, heißt es in den Statuten.

Die Soli-Bier-Aktivisten haben bisher schon immer mal zu Hause Bier in kleinen Mengen gebraut und und bereits kleine lokale Projekte unterstützt. Mit dem Naturtrüb-Soli-Bier aus Uslar – geplant ist eine Produktion von insgesamt 12 000 Litern (120 Hektoliter) – sollen fünf Projekte unterstützt werden, unter anderem das Medinetz Göttingen und der Salon für Kunst & Kultur. Geplant ist zudem, später auch ein Wiederbewaldungsprojekt der Landesforsten im Solling zu fördern.

Die Idee mit dem Soli-Bier ist nicht neu. Soli steht bekanntlich für Solidarität. Ähnliche Konzepte gibt es in Hamburg und Berlin, berichten Fabian Gabriel und Karl Sundermeyer, die in Uslar beim Projektstart mit Lars Jung, Esther Jutzi und Phillip Bastian zugegen waren und sich optimistisch zeigten.

Der Kontakt zu den Göttingern kam über einen Mitarbeiter der Uslarer Brauerei zustande. Das Projekt selbst erfährt sogar eine Gründungsförderung der Uni Göttingen in Form von Beratung, Vernetzung und finanzieller Unterstützung.

Vor allem aber sind die Aktiven von Soli-Bier froh über die Bereitschaft der Uslarer Brauerei, mitzuwirken für den guten Zweck. Der Verein sucht noch nach weiteren Vertriebspartnern und hält weiter Ausschau nach Projekte, die er künftig durch den Verkauf des Uslarer Naturtrübs unterstützen kann.

Kontaktmöglichkeiten bestehen über die Internetseite Solibier.de und per E-Mai unter info@solibier.de. Das Wichtigste zum Schluss: Wie wird denn das Soli-Bier Naturtrüb aus Uslar schmecken? „Frisch, würzig und vollmundig“, beschreiben es die Göttinger Solidaritäts-Bierfreunde und die Uslarer Brauer. Der Probesud ist Corona-bedingt ausgefallen. Alle Beteiligten vertrauen aber auf das handwerkliche Können und die Erfahrung in der Uslarer Brauerei. fsd

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