„Rosi“ gehört jetzt zum Team

Verein Kleine Löwen spendet der UMG eine Frühchenpuppe

Das ist Rosi: Die Frühchenpuppe wirkt lebensecht und entspricht einem Frühgeborenen aus der 28. Schwangerschaftswoche.
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Das ist Rosi: Die Frühchenpuppe wirkt lebensecht und entspricht einem Frühgeborenen aus der 28. Schwangerschaftswoche. Künftig sollen Eltern von Frühchen an ihr lernen, wie man mit ihnen umgeht.

Die Frühchenpuppe „Rosi“ ist das neueste Teammitglied auf der neonatologischen Kinderintensivstation 0133 der Klinik für Pädiatrische Kardiologie, Intensivmedizin und Neonatologie der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

Göttingen – Die handgefertigte Puppe gleicht einem Frühgeborenen aus der 28. Schwangerschaftswoche und wiegt etwa ein Kilogramm.

Ab sofort steht sie dem Stationsteam und den Eltern von Frühgeborenen für Übungszwecke zur Verfügung. „Mit Rosi können wir üben, wie ein so kleines Baby im Inkubator gewickelt wird“, sagt Ursula Sanz, Leitung des Kinderkrankenpflegeteams der Station. Der Körper der Puppe fühlt sich lebensecht an. „So können Eltern lernen, wie man ein Frühchen richtig hält und das Köpfchen dabei schützt.“

Unterstützung für das Team: Ärzte und Pflegerpersonal der Neonatologie freuten sich über die Spende.

Die Übungspuppe konnte dank einer großzügigen Spende der Firma DVA Gebäudereinigung aus Duderstadt an den Verein Kleine Löwen, der Initiative für Eltern von Frühgeborenen in und um Göttingen, angeschafft werden. „Seit drei Jahren arbeiten wir an diesem Herzensprojekt. Ich bin sehr dankbar, dass die Puppe nun da ist. Das Üben an der Puppe schafft Sicherheit im Umgang mit den Frühgeborenen“, sagt Carina Krause von Kleine Löwen.

Dankbarkeit

„Wir danken Dennis von Ahlen von der Firma DVA Gebäudereinigung und Carina Krause vom Kleine Löwen e.V. für diese Spende“ freut sich auch Prof. Dr. Thomas Paul, Direktor der Klinik für Pädiatrische Kardiologie, Intensivmedizin und Neonatologie der UMG. Die Puppe sehe täuschend echt aus und werde das Team künftig bei der Anleitung der Eltern und auch der jungen Mitarbeiterinnen Mitarbeiter auf der Frühchenstation unterstützen.

Willkommen: Rosi wurde handgefertigt.

Dr. Jana Dieks, ärztliche Leiterin der Neonatologie im Perinatalzentrum (Level 1) der Uni-Medizin, ergänzt: „Unser Ansatz ist es, die Eltern der Frühgeborenen möglichst früh in die Pflege und Versorgung mit einzubeziehen. Dabei haben wir nun mit unserer Puppe Rosi eine große Unterstützung. Wir sind den „Kleinen Löwen“ sehr dankbar.“

Am 17. November ist Welt-Frühgeborenen-Tag

Der Welt-Frühgeborenen-Tag macht auf die Dringlichkeit der Thematik und die besonderen Herausforderungen von Frühgeburten aufmerksam.

Kinder, die vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren werden, heißen „Frühchen“. Diese werden schon in den frühen Anfängen ihres Lebens mit vielen Herausforderungen konfrontiert, denn sie benötigen in der Regel aufwendige medizinische Betreuung. Frühgeborene leiden häufig unter starkem Untergewicht, haben Schwierigkeiten, ihre Körpertemperatur aufrechtzuerhalten und sind von einer erhöhten Infektionsanfälligkeit bedroht.

Da ihre Lungen noch nicht vollständig entwickelt sind, verbringen sie die ersten Wochen ihres Lebens oft im Inkubator und kämpfen jeden Tag ums Überleben. Für Eltern ist die wochenlange klinische Betreuung ihres Kindes eine turbulente und stressige Zeit, die von Unsicherheiten geprägt ist.

Purple for Preemies

Die Aktion „Purple for Preemies“ (Lila für Frühchen) findet am Mittwoch, 17. November, im Rahmen des Welt-Frühgeborenen-Tags statt. An diesem Tag erstrahlen weltweit Gebäude in violetter Beleuchtung – auch an der Universitätsmedizin Göttingen (UMG).

Der Osteingang der UMG wird an diesem Tag ab 17 Uhr in lilanes Licht getaucht. Ins Leben gerufen hat diese Aktion die amerikanische Organisation March of Dimes.

Ziel der Beleuchtung ist es, auf die wachsenden Herausforderungen der Frühgeburt und ihre erheblichen Auswirkungen auf Kinder, Familien und die Gesellschaft aufmerksam zu machen. Die Beleuchtung wird gesponsert von Chiesi GmbH. (Melanie Zimmermann)

Die Neonatologie der UMG

In der Neonatologie im Perinatalzentrum (Level 1) der UMG werden Kinder behandelt, die zu früh zur Welt kommen oder aufgrund einer Anpassungsstörung, einer Infektion oder einer anderen Erkrankung medizinische Betreuung benötigen.

In enger Zusammenarbeit mit der Geburtshilfe der Klinik für Gynäkologie und Geburtshilfe der UMG kümmert sich ein Team aus Neonatologen und Kinderkrankenpflegekräften um die Kinder und ihre Eltern. Der Verein Kleine Löwen unterstützt und berät Eltern Frühgeborener und arbeitet dabei eng mit dem Team der Neonatologie der UMG zusammen. Weitere Informationen: herzzentrum.umg.eu/neonatologie/

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