Anklage wegen Vergewaltigung, sexueller Nötigung, Nötigung und übler Nachrede

Angeklagter streitet Vergewaltigung ab: 32-Jähriger vor Göttinger Landgericht

Göttingen. Ein vorbestrafter Informationselektroniker aus dem Landkreis Göttingen muss sich seit Dienstag vor dem Landgericht Göttingen verantworten. Er streitet ab, seine Ehefrau vergewaltigt zu haben.

Die Staatsanwaltschaft hat den 32-Jährigen wegen Vergewaltigung, mehrfacher sexueller Nötigung, Nötigung sowie übler Nachrede angeklagt.

Die Anklagebehörde wirft ihm vor, im Sommer 2015 seine damalige Ehefrau viermal mit Gewalt dazu gezwungen zu haben, sexuelle Übergriffe zu erdulden. Vier Monate später soll er sie genötigt haben, aus der gemeinsamen Wohnung auszuziehen. Anderenfalls hätte er kein Problem damit, sie „aus dem Fenster zu schmeißen“. Einen Tag darauf soll er sie in der Wohnung seiner Ex-Ehefrau in Göttingen, wo sie nach ihrem Auszug untergekommen war, vergewaltigt haben. Zuvor soll er seiner Ex-Frau eine WhatsApp-Nachricht zugesandt haben, in der er sich herabwürdigend über seine aktuelle Ehefrau äußerte.

Der 32-Jährige räumte zum Prozessauftakt lediglich den letzten Anklagevorwurf ein. Die anderen von der Staatsanwaltschaft aufgeführten Vorfälle seien „so nicht geschehen“. Er habe seine damalige Frau im Frühjahr 2014 über ein Internet-Portal kennengelernt. Schon beim ersten Treffen hätten sie sich sofort ineinander verliebt.

Traumfrau und Traummann

„Sie war meine Traumfrau, ich war ihr Traummann.“ Nach der Heirat im Dezember 2014 habe sich das Blatt jedoch gewendet. Sie sei extrem eifersüchtig gewesen, habe ihn ständig kontrolliert und ihm unterstellt, dass er sie mit anderen Frauen betrüge. Das Gericht hat für den Prozess insgesamt fünf Verhandlungstage angesetzt.

Das könnte Sie auch interessieren

Liebe Leserinnen und Leser,

wir bitten um Verständnis, dass es im Unterschied zu vielen anderen Artikeln auf unserem Portal unter diesem Artikel keine Kommentarfunktion gibt. Bei einzelnen Themen behält sich die Redaktion vor, die Kommentarmöglichkeiten einzuschränken.

Die Redaktion

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.