Denkmal auf Bahnhofsvorplatz: Am Donnerstag ist Grundsteinlegung

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Noch ist es verhüllt: Das Denkmal „Dem Landesvater seine Göttinger Sieben“ steht seit Montag vor dem Bahnhof.

Göttingen. Die Arbeiten am neuen Denkmal, das künftig den Platz vor dem Göttinger Bahnhof ziert, gehen weiter. Am Montag wurde ein verhüllter „Platzhalter“ aufgestellt.

Aktualisiert um 15.10 Uhr

Am kommenden Donnerstag, 25. Juni, ist ein wichtiger Termin. An diesem Tag beginnt um 11.30 Uhr die offizielle Grundsteinlegung. Das Denkmal selbst kommt zu einem späteren Zeitpunkt. Enthüllt wird es vermutlich im September. Die Stadt erläuterte auf Anfrage das genaue Vorgehen: Zunächst wurde jetzt der Betonkern des Denkmals aufgestellt. Später folgt das Denkmal mit seinen Natursteingranitplatten. Das Denkmal „Dem Landesvater seine Göttinger Sieben“ hatte für kontroverse Diskussionen in der Stadt gesorgt. Das Denkmal ist etwa 160 Tonnen schwer und wiegt damit soviel wie 120 VW-Golf zusammen. Damit der Untergrund das Denkmal trägt, musste ein Fundament entstehen.

Bei dem Denkmal „Dem Landesvater seine Göttinger Sieben“ handelt es sich um ein Kunstwerk der Künstlerin Christiane Möbus, das der Stadt von einem Zusammenschluss von in Göttingen und Südniedersachsen lebenden Personen als Schenkung angeboten wurde. Christiane Möbus ist eine in Celle geborene und heute in Hannover lebende Bildhauerin, Objektkünstlerin und Hochschuldozentin. Sie ist für ihr Wirken mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Der Granitsockel ist nach dem Vorbild des Ernst-August-Denkmals auf dem Bahnhofsvorplatz in Hannover gestaltet – allerdings fehlt dem Reiterstandbild Reiter und Pferd. Auf der einen Seite soll eine Inschrift stehen – auf der anderen Seite die Namen der Göttinger Sieben sowie der Name der Künstlerin. Unter anderem über dieses Detail gab es im Stadtrat Streit. In einer Kampfabstimmung hatte der Rat im Sommer vergangenen Jahren Ja zur Aufstellung des Denkmals gesagt.

Standortsuche für Denkmal auf dem Bahnhofsvorplatz

Göttinger Sieben

Die Göttinger Sieben waren eine Gruppe Göttinger Professoren, die 1837 gegen die Aufhebung der Verfassung im Königreich Hannover protestierten und deshalb entlassen wurden. Manche wurden darüber hinaus des Landes verwiesen: Wilhelm Eduard Albrecht, Friedrich Christoph Dahlmann, Heinrich Ewald, Georg Gottfried Gervinus, Jacob Grimm, Wilhelm Grimm und Wilhelm Eduard Weber. Ein kleines Denkmal, gestiftet von Günter Grass, steht auf dem Uni-Campus.

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