Gerüstet für die Zukunft

Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen bezieht neue Geschäftsstelle in Göttingen

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Das neue Gebäude im Quartier „Alter Güterbahnhof“ beherbergt außerdem das Goethe-Institut sowie die AWO.

Göttingen. Das neue Domizil des Zweckverbandes Verkehrsverbund Süd-Niedersachsen (ZVSN) ist eröffnet.

Die Räumlichkeiten befinden sich im neu geschaffenen Quartier „Alter Güterbahnhof“, das Ausgangspunkt einer Revitalisierung des vormals gemiedenen Areals entlang der Bahngleise werden soll.

Zur Eröffnung begrüßte ZVSN-Geschäftsführer Michael Frömming zahlreiche politische Vertreter aus den Landkreisen Göttingen und Northeim. Laut Christel Wemheuer (Bündnis 90/Die Grünen), Vorsitzende der ZVSN-Verbandsversammlung, sei der Umzug der Geschäftsstelle unerlässlich gewesen. Schließlich sei die ZVSN „auf einem guten Weg, sich vom Verkehrsunternehmen zum Mobilitätsdienstleister zu entwickeln“.

Auf dem Dach der neuen Räumlichkeiten am alten Güterbahnhof: ZVSN-Geschäftsführer Michael Frömming.

Dazu hat sich das Unternehmen breiter aufgestellt und in den vergangenen Monaten neue Stellen für die Bereiche Mobilitätsmanagement und Marketing geschaffen. In den neuen Büros des ZVSN arbeiten künftig zehn Personen.

Die parteilose Northeimer Landrätin Astrid Klinkert-Kittel betonte die Bedeutung des Öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) in puncto Klimaschutz und für eine Steigerung der Lebensqualität im ländlichen Raum.

Ihr selbsternanntes Ziel ist es, sämtliche Verkehrsmittel des ÖPNV inklusive Carsharing mit demselben Ticket nutzbar zu machen. Denn in diesem Bereich gebe es noch „Luft nach oben.“ Angebote des ZVSN, wie etwa der computergestützte Ecobus, seien daher Schritte in die richtige Richtung.

Bernhard Reuter (SPD), Landrat des Landkreises Göttingen, forderte finanzielle Unterstützung des ÖPNV von Land und Bund, allein seien die Kommunen damit überfordert. Auch Rolf-Georg Köhler (SPD), Oberbürgermeister der Stadt Göttingen, betonte: „ÖPNV kostet – aber diese Ausgaben sind wichtig.“

Gleichzeitig müsse der Nahverkehr jedoch in Sachen Komfort und Verlässlichkeit zulegen, um in Zukunft mehr Menschen dazu zu bewegen, das Auto stehenzulassen und auf Bus und Bahn umzusteigen.

Von Jan Oliva

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