Beamte hoffen auf Tipps und Hinweise

Verstärkte Fahndung: Polizei sagt Einbrechern den Kampf an

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Nach dem Einbruch: Solche Vorfälle sorgen für erhebliche Belastungen bei den Betroffenen. Viele fühlen sich in ihren eigenen vier Wänden nicht mehr sicher.

Göttingen. Die Polizei in Südniedersachsen hat Einbrechern den Kampf angesagt. Polizeipräsident Uwe Lührig macht Druck und verstärkt die Kontrollen.

So wurden in der vergangenen Woche im gesamten Bereich der Polizeidirektion über 500 Personen und mehr als 400 Fahrzeuge kontrolliert. Sie hielten sich im Bereich der An- und Abfahrtswege zu Autobahnen und Bundesstraßen sowie in Wohngebieten auf.

Der Einsatz war erfolgreich: Während der Kontrollaktionen ertappten die Beamten Verdächtige, die einschlägig bei der Polizei bekannt sind. Ein Beispiel: Im Bereich der Polizeiinspektion Hildesheim sollte bei einer Kontrolle ein Fahrzeug gestoppt werden. Doch der Fahrer gab Gas und flüchtete. Bei der anschließenden Verfolgungsfahrt rammte der Fahrer einen Dienstwagen. Der Mann wurde schließlich nach kurzer Verfolgung angehalten und festgenommen. Der Festgenommene ist bereits in der Vergangenheit wegen Wohnungseinbrüchen im Visier der Polizei gewesen. Außerdem bestand gegen ihn ein Haftbefehl. Er wurde dem zuständigen Haftrichter vorgeführt und muss sich jetzt zudem wegen Straßenverkehrsgefährdung verantworten.

Reisende Tätergruppen

„Reisende Tätergruppen nutzen oftmals diese Verbindungswege, um sich schnellstmöglich unerkannt zu entfernen“, erklärt Polizeipräsident Lührig. Neben den eigentlichen Kontrollen wurde die Bevölkerung ebenfalls angesprochen. Auch werden Informationsmaterialien verteilt. Die Beamten hoffen nämlich auf Tipps und Hinweise auf verdächtige Fahrzeuge und Personen. „Die Verhinderung von Einbrüchen ist im Rahmen unserer strategischen Ausrichtung auch zukünftig ein Anstrengungsschwerpunkt. Wir nehmen damit die Ängste der Menschen sehr ernst. Die Bekämpfung dieses Kriminalitätsphänomens ist für uns alternativlos“, sagt Göttingens Polizeipräsident Uwe Lührig.

Weitere Informationen: www.k-einbruch.de

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