Polizei warnt vor Betrug im Internet: Kriminelle nutzen Wohnungsnot aus

Göttingen. Die Polizei warnt aus aktuellem Anlass vor Mietbetrügern: Sie treiben im Internet ihr Unwesen und nutzen die akute Wohnungsnot aus.

Gleich zwei Studentinnen aus Norddeutschland meldeten sich am Mittwoch bei der Göttinger Polizei. Zum Start ins Studium in Göttingen waren sie im Internet auf Wohnungssuche und wären beinahe um erhebliche Geldbeträge betrogen worden.

Die Masche ist in allen Fällen gleich: Über Portale im Internet werden zum Teil mit Fotos Studentenwohnungen zur Miete angeboten, da der Vermieter vorübergehend im Ausland beschäftigt sei. Als Sicherheit wird in den Online-Anzeigen in vielen Fällen eine Kaution von bis zu 1000 Euro per Vorkasse verlangt, die oft ins Ausland zu überweisen ist. Ist das Geld überwiesen, kommt dann schließlich das böse Erwachen: Die Kaution ist weg, die Wohnung gibt es gar nicht oder sie ist bereits vermietet.

Die Göttinger Polizei rät deshalb:

• Es sollte erst dann Geld überwiesen werden, wenn man die Wohnung gesehen, mit dem Vermieter beziehungsweise dessen Verwalter persönlichen Kontakt hatte. Außerdem sollte man den von beiden Parteien unterschriebenen Mietvertrag in den Händen halten.

• Vorsichtig sollte man besonders bei Kontakten sein, die ausschließlich über das Internet laufen. Hintergrund: Man kann sich der Identität seines Gegenübers nicht sicher sein.

• Grundsätzlich sollte man sie Geld vorab überweisen. Betrüger nutzen gern – aber nicht ausschließlich – Finanzdienstleister, mit denen Geld unkompliziert Geld ins Ausland transferiert werden kann. (bsc)

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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