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Kauf von Hybrid-Autos - Güntzler (CDU): Bestelldatum sollte für Förderung gelten

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Von: Thomas Kopietz

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Symbolbild Hybrid-Auto.
Beliebt: Hybrid-Autos kommen beim Kunden an, werden gefördert. Jetzt sind Kunden verunsichert wegen der Förderung. (Archivbild) © Privat

Der Göttinger CDU-Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler warnt, dass der nächste Förderstopp drohen könnte: für Hybrid-Autos.

Göttingen/Berlin – Der Göttinger Bundestagsabgordnete Fritz Güntzler (CDU) stellt bei Verbrauchern eine Verunsicherung beim Kauf eines umweltfreundlichen Autos fest, und fordert, dass den Käufern diese genommen werden muss.

Im Kern geht es um die Bezuschussung von Hybridfahrzeugen – eine möglicherweise und vom Bundeswirtschaftsministerium auslaufende Förderung beim Kauf, ab 2023. Dann sollen nur noch batterielelektrische Autos gefördert werden.

Bundestagsabgeordneter: Fritz Güntzler (CDU).
Bundestagsabgeordneter: Fritz Güntzler (CDU). © Hubert Jelinek/nh

Nun kommen seit einiger Zeit auch noch deutlich längere Lieferfristen für Neuwagen dazu, was mögliche Käufer oder gar solche, die bereits bestellt haben, noch stärker verunsichert. Sie stellen sich die Frage: Fällt mein verspätet ausgeliefertes Hybrid-Auto noch unter die Förderung?

Verbraucher fragen sich: Ist die Förderung durch verlängerte Lieferzeiten in Gefahr?

Der Bundestagsabgeordnete Fritz Güntzler (CDU) kritisiert deshalb die Pläne und fordert eine Planungssicherheit für Verbraucher, Händler und Hersteller.

Er unterstreicht deshalb die Forderung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion: Künftig ist das Bestelldatum und nicht mehr das Zulassungsdatum des Elektrofahrzeugs für die Förderung maßgeblich. Einen Antrag hatte die Fraktion in der vergangenen Woche in den Bundestag eingebracht. Die Koalitionsfraktionen haben diesen Antrag abgelehnt.

„Wer heute ein Plug-in-Hybrid-Fahrzeug kauft, muss damit rechnen, keine Förderung mehr zu erhalten. Zahlreiche Betreiber von Autohäusern sowie Bürger, die sich ein neues umweltfreundliches Auto zulegen wollen, sind verunsichert“, stellt Güntzler fest und fügt an: „Die Auslieferung der neuen Autos wird durch Lieferengpässe weiter verzögert. Ziehen sich diese Engpässe bis in das nächste Jahr, könnte die Auto-Förderung hinfällig werden.“ Laut Güntzler drohe nun nach dem KfW-Förderstopp für den Wohnungsbau der „nächste Ampel-Förderstopp“.

Güntzler: Der nächste Förderstopp droht

Die unionsgeführte Bundesregierung hatte den Umweltbonus 2016 eingeführt und 2019 naufgestockt, um den Hochlauf der E-Mobilität zu beschleunigen. Die Planungssicherheit des Programms wurde den Kunden und der Industrie dabei bis zum 31. Dezember 2025 zugesichert.

Seit 2019 wurden 1,2 Millionen Förderanträge gestellt, so Güntzler. Durch die Förderung wurde der Anteil an den Neuzulassungen in Deutschland von 3,1 Prozent im Jahr 2019 auf aktuell 25 Prozent gesteigert.

Davon beträgt der Anteil der Hybridautos unter allen geförderten Fahrzeugen 43 Prozent. (tko)

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