1. Startseite
  2. Lokales
  3. Göttingen
  4. Göttingen

VHS startet mit mehr als 1000 Kursen ins Frühjahr

Erstellt:

Kommentare

Zeigten das neue VHS-Programm: von links der frühere VHS-Leiter Rüdiger Rohrig, Dr. Karin Gille-Linne (Geschäftsstellenleiterin Hann. Münden), VHS-Geschäftsführer Hagen Zywicki, die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Petra Broistedt, Karen Richter (Osterode), Aufsichtsratsvorsitzender Marcel Riethig und Bernadett Lambertz (Duderstadt).
Zeigten das neue VHS-Programm: von links der frühere VHS-Leiter Rüdiger Rohrig, Dr. Karin Gille-Linne (Geschäftsstellenleiterin Hann. Münden), VHS-Geschäftsführer Hagen Zywicki, die stellvertretende Aufsichtsratsvorsitzende Petra Broistedt, Karen Richter (Osterode), Aufsichtsratsvorsitzender Marcel Riethig und Bernadett Lambertz (Duderstadt). © Hans-Peter Niesen

Mehr als 1000 Kurse, rund 22 000 Teilnehmer, sechs neue Planstellen für Lehrkräfte im Bereich des 2. Bildungswegs und Kritik am Land Niedersachsen: Das sind die Fakten für das Frühjahrsprogramm der Volkshochschule (VHS) mit den Geschäftsstellen in Göttingen, Hann. Münden, Osterode und Duderstadt.

Es wurde am Dienstag vom Aufsichtsratsvorsitzenden, Kreisrat Marcel Riethig, seiner Stellvertreterin Petra Broistedt und dem Geschäftsführer Hagen Zywicki in Göttingen vorgestellt.

Das neue Programm beinhaltet viele Dauerbrenner und neue Angebote. Ein Schwerpunkt liegt auf dem Bereich des Bildungsurlaubs, sagte Hagen Zywicki, der zum 15. Oktober aus dem Landkreis Hameln-Pyrmont als Geschäftsführer und Nachfolger von Rüdiger Rohrig nach Göttingen gewechselt ist.

Zurück zum Bildungsurlaub: 60 Möglichkeiten dafür bietet die VHS. Dazu gehören das Erlernen von Sprachen, „Oasenzeiten im Arbeitsalltag“ und berufliche Weiterbildungsangebote.

Anspruch auf fünf Tage Bildungsurlaub im Jahr haben alle Arbeitnehmerinnen und -nehmer. Ein nicht genommener Bildungsurlaub aus 2018 kann auch auf 2019 übertragen werden.

Zu den bewährten Highlights, so Zywicki, gehören auch die mehr als 20 Fremdsprachen-Kurse, darunter Japanisch und Arabisch. Neu im Integrationsbereich ist ein Deutsch-Kurs für Frauen, der eine Kinder-Betreuung beinhaltet. Außerdem gibt es ein spezielles Sprech- und Schreibtraining für den Beruf.

Im berufsbegleitenden Sektor reagiert die VHS auf den Fachkräftebedarf in der Kinderbetreuung. Interessierte können sich berufsbegleitend zur „Fachwirt/in für Kindertageseinrichtungen“ qualifizieren.

Ein breites Kurs-Spektrum findet sich im Gesundheitsbereich etwa mit Zumba, Bauch-Peine-Po, Nordic-Walking, Aqua Fitness, den beliebten Yoga-Kursen und vielen Präventionskursen. Bei regelmäßiger Teilnahme übernehmen die Krankenkassen für die Präventionskurse bis zu 80 Prozent der Kosten.

Gute Kunde hatte Marcel Riethig: Sechs sozialversicherungspflichtige Vollzeit-Stellen sollen nach seinen Worten für den Bereich des Zweiten Bildungsweges neu geschaffen werden. Möglicherweise werden die sechsmal 39 Wochenstunden auch auf mehr Dozentinnen und Dozenten aufgeteilt, die teilweise schon seit 20 Jahren als Honorarkräfte für die VHS tätig sind. Damit reagiert die VHS auch auf den Druck von Sozialversicherungen und der Mitarbeitervertretung.

An den Einstiegs-Kursen zur Nachholung von Schulabschlüssen nehmen rund 150 Personen jährlich teil, rund 100 schaffen es bis zum Abschluss.

Kritik äußerte Riethig daran, dass das Land Niedersachsen seine Ankündigung nicht umgesetzt hat, den jährlichen Zuschuss in Höhe von einer Million Euro um acht Prozent zu erhöhen. Dieser Zuschuss sei seit Jahrzehnten unverändert. Der Landkreis Göttingen bezuschusst die VHS mit jährlich 900 000 Euro, die Stadt Göttingen mit 700 000 Euro.

Das neue Programm gibt es im Internet unter: www.vhs-goettingen.de

Die Hefte liegen auch in Läden, Banken, Supermärkten und öffentlichen Einrichtungen aus.  

Auch interessant

Kommentare