Diskussion im Netz um Sichtung

Jäger hat gefilmt: Video zeigt Wolf im Kreis Göttingen

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Der Wolf steht unter besonderem Schutz.

Meldungen über gesichtete Wölfe im Bereich Göttingen gab es schon öfter: Jetzt liegt ein Video vor, das einen Wolf zeigt. Es wurde am Mittwoch bei Landolfshausen von einem Jäger aufgenommen.

Inzwischen ist klar: Bei dem Tier handelt es sich tatsächlich um einen Wolf. Das bestätigte am Donnerstag Raoul Reding, Wolfsbeauftragter der Landesjägerschaft Niedersachsen Das Video von dem Tier wurde vielfach auf Facebook geteilt und begutachtet.

Zu den Betrachtern gehörte beispielsweise auch Achim Hübner, Chef des Landvolk-Kreisverbandes Göttingen: „Das Tier sieht wie ein Wolf aus“, war sein Kommentar zu den Bildern.

Video: Wolfssichtung am 8. Mai in Landolfshausen

Hübner machte deutlich, dass es in der jüngsten Zeit immer wieder Meldungen über Wolfssichtungen gegeben habe – nur kein Video. Das ist in diesem Fall anders. Der Geschäftsführer des Landvolk-Kreisverbandes berichtet, dass vor einiger Zeit nach einer Wolfssichtung Fellspuren aus dem Bereich Rüdershausen beim Wolfsbüro eingereicht wurden. Allerdings liege bis heute die Auswertung noch nicht vor. Der Landvolk-Kreisverband ruft unterdessen die Weidehalter zu besonderer Vorsicht aus und macht gleichzeitig mit Blick auf die aktuelle Sichtung deutlich: „Wir freuen uns über die Zunahme der biologischen Vielfalt.“

In den sozialen Netzwerken wird inzwischen über die Sichtung diskutiert: „Da ist ein Ureinwohner zurück. Der Weidetierhalter, der bis jetzt im Glauben war, dass der Wolf nicht hierher kommt, muss jetzt nach Jahren der verpassten Vorbereitung Gas geben. Einfach erfreulich!“, schreibt ein Nutzer. Es gibt aber auch folgende Meinung im Netz: „Wird sich schon ein Jäger finden, der ihn abschießt, weil er ihn ja für einen streunenden Hund gehalten hat.“

Zudem kann man auch kritische Stimmen im Internet lesen: „Bei dauerhafter Wolfspopulation leidet die Biodiversität. Jahrelange Hegemaßnahmen wären dann umsonst gewesen.“ Und: „Na dann wird es nicht lange dauern, bis die ersten Tiere gerissen werden!“

Immer wieder gibt es Informationen über Wölfe aus Südniedersachsen: Im November 2018 wurde aus Moringen im Landkreis Northeim ein gerissenes Schaf gemeldet. „Es gibt drei Möglichkeiten: Entweder war es ein Luchs, ein Wolf oder ein wildernder Hund“, sagte damals der Moringer Jäger Heiko Hartmann.

Im Februar fielen in der Kalefelder Ortschaft Oldenrode (ebenfalls Landkreis Northeim) zwei Schafe einem Wolf zum Opfer. Dies wurde durch eine DNA-Probe bestätigt. 

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