Viel Bewegung im Weender Krankenhaus: Abteilungen wechseln

Wird weiter wachsen: Das Evangelische Krankenhaus Göttingen Weende ist an der B 27 „An der Lutter“ gelegen. Oben ist das Geologische Institut der Universität Göttingen zu sehen. Foto: Rampfel

Göttingen. Das Evangelische Krankenhaus Göttingen Weende befindet sich im Umbruch. An den drei Standorten passiert viel. Der Medizinische Geschäftsführer Prof. Dr. Michael Karaus sprach beim Neujahrsempfang des Krankenhauses am Mittwochabend auch darüber.

Fusion mit Neu-Mariahilf

Der Kauf und die Fusion des Evangelischen Krankenhauses Göttingen-Weende mit dem ehemals katholischen Haus Neu-Mariahilf ist bereits im Oktober 2015 vollzogen worden. Seitdem werden beide Häuser unter dem Dach einer GmbH geführt. Die Verschmelzung mit Mariahilf, beginnend mit dem Kauf im März 2014, bezeichnete Michael Karaus als „Mammutaufgabe des vergangenen Jahres“ und eine „große Belastung“. Das noch vor einem Jahr vermeldete Plus im Jahresabschluss ist zu einer „Schwarzen Null“ geschmolzen, aber ein „schönes Ergebnis“.

Bettenzahl wächst

Der Zusammenschluss hatte natürlich auch Auswirkungen auf die Bettenzahl: In Weende gibt es jetzt 433 Akutbetten, zwölf mehr als vor einem Jahr, sechs davon in der Inneren Medizin, sechs in der Chirurgie. Dazu kommen 64 geriatrische Reha-Plätze und 104 Akutbetten in Mariahilf. Also insgesamt 601 Betten.

Folgen der Fusion

Jeder Mitarbeiter kann jetzt an allen Standorten eingesetzt werden. Abteilungen und Leistungen wurden zusammengefasst, so in der Verwaltung, aber auch in den Bereichen Apotheke, Wäsche, Küche und Sterilisation. Doppelstrukturen wurden abgebaut. Zunächst im nicht-medizinischen Bereich. Jetzt folgt die Medizin.

Fokus Neu-Mariahilf

In Neu-Mariahilf wird es zwei Schwerpunkte geben: Zuerst die Orthopädie mit den acht orthopädischen Praxen in den Ärztehäusern am Waldweg – die wiederum mit der unfallchirurgischen Abteilung in Weende kooperieren. Die Orthopädie ist als Endo-Prothetik-Zentrum Göttingen zertifiziert worden. Zweiter Schwerpunkt ist die Angiologie mit dem gefäßchirurgischen Zentrum. Die Gefäßmedizin hatte laut Karaus einen Rückschlag zu verkraften, weil Dr. Lübbert an das Albert-Schweitzer-Krankenhaus zurückgegangen war.

Abteilungen in Weende

In Weende wird die Akutmedizin vorgehalten, dazu gehören Intensiv- und Intermediate-Care-Bereich, Zentral-OP, Funktionsdiagnostik und Röntgeninstitut. Kommende Projekte in den nächsten Jahren werden der Umzug der Pneumologie aus Lenglern nach Weende sein – vorher muss aber erst dafür das Haus 3 umgebaut und ein weiteres Großprojekt realisiert werden: der Bau des Ärztehauses.

Parkhausbau hängt

Der Bau des Parkhauses im „Ohr“ der Auf- und Abfahrt von der B 27 „An der Lutter“ zur Robert-Koch-Straße, war schon vor einem Jahr Thema. Noch aber hakt es an den Formalitäten. Karaus nahm beim Neujahrsempfang die Stadt in die Pflicht: „Herr Oberbürgermeister, Sie hatten ja zugesagt, dass es klappt“, sprach er Rolf-Georg Köhler an, „damit es endlich mit dem Bau losgehen kann“.

Umzüge

Das Hospiz an der Lutter auf dem Gelände in Weende wird umziehen – in das zentrumsnäher gelegene Neu-Mariahilf. Umziehen wird auch die beliebte Geburtsstation von Neu-Mariahilf. Sie wird in Weende fortgeführt. Damit wolle man eine Stärke von Neu-Mariahilf weiter ausbauen. Zeitraum: in ein bis zwei Jahren. Bereits am 1. März wird die Krankenpflegeschule den umgekehrten Weg gehen: von Weende in das Gebäude von Neu-Mariahilf.

Schlagworte zu diesem Artikel

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.