50 Teilnehmer waren dabei

Viel Interesse am Südlink-Trassenverlauf bei Dialogveranstaltung in Göttingen

Bürgerreferentin Maren Seiffert besprach mit Northeims Landvolk-Geschäftsführer Gerhard Rudolph über den Bau der Südlink-Stromtrasse.
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Bürgerreferentin Maren Seiffert besprach mit Northeims Landvolk-Geschäftsführer Gerhard Rudolph über den Bau der Südlink-Stromtrasse.

Sie gilt als das „Rückgrat“ der Energiewende. Am Dienstag wurde bei einer Dialogveranstaltung in Göttingen der genaue Verlauf der unterirdischen „Stromautobahn“ Südlink in der Region vorgestellt.

Göttingen/Northeim – Die künftige Leitung, die ab 2027 Strom aus erneuerbaren Energien wie der Windkraft von Nord- nach Süddeutschland transportieren soll, führt auch durch die Landkreise Göttingen und Northeim.

Dementsprechend ist das Interesse an dem genauen Trassenverlauf groß. Etwa 50 Teilnehmer waren bei einer ersten Veranstaltung in der Alten Mensa in Göttingen dabei. Das Energieunternehmen TransnetBW hatte dazu insbesondere alle Eigentümer angeschrieben – und die nutzten die Chance, sich im Detail zu informieren zu lassen.

Unter den Besuchern war auch Gerhard Rudolph, Geschäftsführer des Landvolk-Kreisverbandes Northeim/Osterode, der die Interessen vieler Landwirte vertritt, die von dem Trassen-Neubau betroffen sind. Er kam mit Bürgerreferentin Maren Seiffert von TransnetBW ins Gespräch, die berichtete, dass inzwischen feststeht, dass die Stromleitung in „Leerrohren“ verlegt wird. Das hat zwei Vorteile: Die Bauzeit vor Ort kann deutlich verkürzt werden. Außerdem ist später die mögliche Wartung der Stromtrasse unproblematischer. Während der Bauarbeiten wird auf der Breite von etwa 45 Metern gearbeitet. Später bleibt davon ein „Schutzstreifen“ von 16 bis 20 Metern Breite übrig. Darunter sind die Kabel zu finden.

Südlink besteht aus zwei Verbindungen, die in Südniedersachsen und Nordhessen zu einer Trasse gebündelt sind. Südlink verbindet Brunsbüttel mit Großgartach (702 Kilometer) und Wilster mit Bergrheinfeld. Die nördlichen Ausgangspunkte sind in Schleswig-Holstein zu finden, die Endpunkte in Franken beziehungsweise in Baden-Württemberg.

Das Landvolk verhandelt für viele der betroffenen Landwirte mit den Stromkonzernen über einen Ausgleich für die Nutzung des Bodens. Dies soll in eine „Erdkabel-Rahmenvereinbarung“ münden.

Weitere Infos gibt es auf einer Projektseite im Internet. (Bernd Schlegel)

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