Universität Göttingen

Test entwickelt: So viel Pferd ist in der Rindfleischlasagne

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Göttingen. Wissenschaftler der Universität Göttingen haben einen Test entwickelt, mit dem der Anteil von Pferdefleisch in Lebensmittelproben genau bestimmt werden kann.

Nach Angaben der Universität war es bisher lediglich möglich, die grundsätzliche Verunreinigung einer Probe durch Pferdefleisch festzustellen, ohne Hinweis auf die exakte Menge. Die Forscher am Tierärztlichen Institut der Universität Göttingen haben nun eine hoch präzise Methode entwickelt, mit der sich die Menge von Pferdefleisch bei einer Beimischung von nur 0,1 Promille mit hoher Genauigkeit bestimmen lässt. Eine derart genaue Analyse ist notwendig, um tatsächlich beigefügtes Pferdefleisch von Spuren, die nicht relevant sind und beispielsweise während der Verarbeitung eingebracht wurden, zu unterscheiden.

Die Göttinger Wissenschaftler nutzen bei der Bestimmung ein Gerät, von dem in ganz Deutschland zurzeit weniger als zehn betrieben werden. Mithilfe einer neuen molekularbiologischen Technik wird die Lebensmittelprobe in etwa 20 000 mikroskopisch kleine Tröpfchen zerteilt. Jedes dieser Tröpfchen wird parallel auf Spuren von Pferde-DNA untersucht – die große Zahl der einzelnen Reaktionen ermöglicht ein äußerst präzises Ergebnis.

Der Test wird am Zentrum für Molekulare Diagnostik der Universität Göttingen vorgenommen und steht allen Interessierten zur Verfügung.

Weitere Informationen sind auf der Internetseite des Tierärztlichen Instituts unter www.tieraerztliches-institut.uni-goettingen.de/home/ZMD-Preisliste.html. (p)

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