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Statt Geschenke: Viele Göttinger Firmen unterstützen Einrichtungen mit Spenden

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Von: Bernd Schlegel

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Die Mitarbeitenden der Diakonie-Einrichtungen sowie der Familien-Bildungsstätte in Göttingen.
Die Mitarbeitenden der Diakonie-Einrichtungen sowie der Familien-Bildungsstätte freuen sich über die 55 Geschenke der Gothaer Versicherung. © Jeanine Rudat/nh

Die Vorweihnachtszeit ist auch immer die Zeit für Wohltätigkeit. Viele Einrichtungen in der Region Göttingen freuen sich über Unterstützung.

Göttingen – Zahlreiche Unternehmen aus Südniedersachsen unterstützen vor Weihnachten wohltätige Zwecke. Zum Teil verzichteten sie dafür auf Geschenke, so wie beispielsweise die Göttinger Sartorius AG.

Hier ein Überblick über die einzelnen Spendenaktionen:

Sartorius AG: Das Medikamentenhilfswerk Action Medeor erhält von dem Göttinger Unternehmen Sartorius 100.000 Euro für ein Hilfsprojekt in Guatemala. Damit solle vor allem die Gesundheitsversorgung der Kinder in dem mittelamerikanischen Land verbessert werden, teilte Action Medeor in Tönisvorst mit.

Insbesondere in den ländlichen Gebieten lebten die Menschen in Armut, litten an Hunger und hätten kaum Zugang zur öffentlichen Gesundheitsversorgung. So gehörten etwa gut behandelbare Krankheiten wie Atemwegsinfektionen oder Durchfall für Kinder zu den häufigsten Todesursachen. Der Pharma- und Laborzulieferer Sartorius unterstützt das Projekt im Rahmen seiner Initiative „Spende statt Geschenke“ und verzichtet dafür auf Weihnachtspräsente für Kunden und Geschäftspartner.

Sartorius unterstützt das Projekt mit seiner Aktion „Spenden statt Geschenke“.
Gesundheitsversorgung in ländlichen Gemeinden Guatemalas soll durch ein Projekt von action medeor verbessert werden. Sartorius unterstützt das Projekt mit seiner Aktion „Spenden statt Geschenke“. © Action Medeor/Christina Chiquin/nh

Von der Hilfe sollen mehr als 10.000 Menschen in drei Bezirken des Landes profitieren. Bereits seit sieben Jahren besteht die Partnerschaft zwischen Action Medeor und Sartorius. Das Unternehmen hat Projekte des Medikamentenhilfswerks im Nordirak, im Jemen, in Tansania, Sierra Leone und der Demokratischen Republik Kongo unterstützt, seit 2022 auch die Ukraine-Hilfe.

In der Vorweihnachtszeit unterstützen Göttinger Firmen verschiedene Einrichtungen mit Spenden

Goetel: Der Telekommunikationsanbieter Goetel unterstützt den Heiligabendkreis in Duderstadt mit 5.000 Euro. Der Heiligabendkreis ist Weihnachtsnachmittag für alle, die nicht alleine feiern wollen. Unterstützt wird das Projekt von der Caritas Südniedersachsen sowie zahlreichen Helferinnen und Helfern, die ein festliches Programm vorbereiten.

In diesem Jahr ist auch der Glasfaseranbieter goetel aus Göttingen dabei statt das Geld für Geschenke auszugeben. „An Weihnachten sollte niemand alleine sein müssen“, sagt goetel-Geschäftsführer Daniel Kleinbauer.

Heiligabendkreis in Duderstadt: Goetel-Geschäftsführer Daniel Kleinbauer (5.v.l.) überreichte die Spende.
Heiligabendkreis in Duderstadt: Goetel-Geschäftsführer Daniel Kleinbauer (5.v.l.) überreichte die Spende an die Helferinnen und Helfer des Projekts. © Alexander Obisjuk/goetel.de/nh

Gothaer Versicherung: 55 Weihnachtspäckchen haben Mitarbeitende der Gothaer Versicherung bei einer „Charity-Tree-Weihnachtsaktion“ für Klientinnen und Klienten unterschiedlicher Einrichtungen des Diakonieverbandes sowie der Evangelischen Familien-Bildungsstätte im Kirchenkreis Göttingen gepackt. Die Päckchen wurden sie im Forum Kirche und Diakonie an die Mitarbeitenden der Institutionen überreicht.

„Der Diakonieverband hat als Zielgruppe Menschen, die sich in irgendeiner Form in einer misslichen Lage befinden. Viele haben niemanden, der an sie denkt. Darum ist uns die Charity-Tree-Weihnachtsaktion so wichtig, als ein Zeichen von Nächstenliebe und Solidarität“, sagte Dr. Thomas Kern, Leiter Kundenservice Krankenversicherung der Gothaer Versicherung.

HMN: Das Northeimer Gewerbe- und Industriebauunternehmen HMN unterstützt das Göttinger Hospiz an der Lutter und spendet 5.000 Euro. Die Geschäftsführer Ingo Ballay sowie Andreas und Tobias Heine besuchten das Hospiz und der Vorsitzenden Elke Reichardt und Hospiz-Geschäftsführer Daniel de Vasconcelos die Spende. Das Unternehmen HMN ist dem Hospiz seit langem verbunden.

Spendenübergabe für das Hospiz an der Lutter.
Spende für das Hospiz an der Lutter: (von links) Daniel de Vasconcelos (Hospiz-Geschäftsführer), Elke Reichardt (Hospiz-Vorsitzende) sowie die die HMN-Chefs Andreas Heine, Ingo Ballay und Tobias Heine. © Hospiz an der Lutter/nh

Die Baufirma hat den Umzug von Weende an die Humboldtallee eng begleitet und den Anbau für die Hospizräume am Krankenhaus Neu Mariahilf sowie die neue Kapelle errichtet. „Mit dieser Spende wird die Arbeit im Hospiz an der Lutter enorm unterstützt“, sagte Reichardt zu der willkommenen finanziellen Hilfe. (bsc)

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