Viele hundert Flüchtlinge und Anwohner feierten am Nonnenstieg

Zusammensein: Das gab es am Samstag an der Straße Nonnenstieg im Ostviertel, wo die Initiative IWF zum Nachbarschaftsfest an und vor dem Flüchtlingswohnheim gerufen hatte – viele hundert Menschen kamen. Foto: Kopietz

Göttingen. Auf der viel befahrenen Straße Nonnenstieg in Göttingen ging am Samstag nichts für Autos, stattdessen standen auf der Straße eine Bühne, Tische und Bänke: Die Initiative Flüchtlingswohnheim im IWF hatte zum Nachbarschaftsfest geladen.

Von 15 bis 20 Uhr tummelten sich viele hundert Anwohner, Bewohner der Flüchtlingsunterkunft und Gäste auf Straße, Gehwegen, Rasenflächen und dem IWF-Gelände.

Betrieb herrschte fast durchweg auf der Bühne: So spielten dort verschiedene Bands, wie eine Gruppe aus Schülern des Theodor-Heuss-Gymnasiums „Better Than“ sowie verschiedene Musikgruppen – auch aus den Reihen der Flüchtlinge, die viel Applaus erhielten.

Es gab aber auch spontane Mitmach-Musikaktionen, Clownerei und Akrobatik. Ein Spielmobil, einen Sportparcours, ein Sinnespfad und Schminkaktionen – all das sorgte bei bestem Wetter für Unterhaltung. Ein Kleiderflohmarkt der Kleiderkammer im IWF war ebenfalls im Angebot, dazu auch Malaktionen. Und: Wer nichts aktiv machen wollte, konnte sitzen, essen, trinken und reden.

Viele Gäste zeigten sich am Ende beeindruckt von der locker-unbeschwerten Atmosphäre, aber auch den Musikbeiträgen. „Das könnte jetzt jeden Samstag hier so sein, sonst passiert hier ja wenig“, sagte eine Anwohnerin.

Unmut gab es in den Reihen der Organisatoren über die teilweise mangelhafte Kooperationsbereitschaft der Stadt, speziell des Ordnungsamtes.

Das Fest aber wurde am Ende als großer Erfolg bewertet. Flüchtlinge und Anwohner seien ein weiteres Stück zusammengerückt, hieß es.

Im ehemaligen Institut für den Wissenschaftlichen Film (IWF) leben nach dem Umbau zurzeit 180 Flüchtlinge, darunter sind etwa 50 Kinder. In der IWF-Initiative sind seit 2015 engagieren sich seit 2015 rund 200 Ehrenamtliche, ob als Begleiter im Alltag, bei Aktionen oder als Paten von Geflüchteten.

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