Comedians überzeugen

Viele Lacher bei der Komischen Nacht in Göttingen

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Gesangs- und eigenwillige Tanzeinlagen: Comedian Thomas Nicolai war bei der Komischen Nacht dabei.

Göttingen. Bereits zum neunten Mal fand die Komische Nacht in Göttingen statt. In neun Lokalen überall boten jeweils fünf von insgesamt neun Künstlern den Zuschauern ihre so verschiedenen wie unterhaltsamen Programme, etwa im ausverkauften Kulturzentrum musa.

Nicht die Zuschauer ziehen von Lokal zu Lokal, sondern die Künstler – das ist das Konzept der Komischen Nacht. Vom Stress für die verschiedenen Komiker bekamen die Gäste in der musa nichts mit und genossen so fünf ausgesprochen abwechslungsreiche Darbietungen von jeweils 25 Minuten, die immer wieder zu Lachanfällen – zumeist in den vorderen Reihen – führten.

Den Job des Einheizers übernahm in der musa Tobias Rentzsch. Der junge Komiker aus dem „nahen Osten“, wie er seine Heimatstadt Dresden nennt, unterhielt mit Anekdoten aus seinem Privat- und Berufsleben („Bringt ein Schornsteinfeger wirklich Glück?“) und brachte das Publikum, das sich aus allen Altersgruppen zusammensetzte, mit seinen persönlichen Eindrücken von Göttingen auf seine Seite.

Zwischen den Auftritten hatte jeder Zuschauer immer die Gelegenheit, sein Zwerchfell ein wenig zu entspannen - was auch nötig war: Der zweite Auftritt des Abends gehörte Thomas Nicolai und damit gleich dem zweiten Sachsen. Nicolai begeisterte sein Publikum mit Gesangs- und eigenwilligen Tanzeinlagen. Als das Stimmentalent dann das fiktive WG-Leben von Prominenten wie Thomas Gottschalk und Klaus Kinski beschrieb und diese dabei in Gestik, Mimik und Duktus täuschend echt imitierte, gab es in kürzesten Zeitabständen immer wieder spontanen Applaus.

Powerfrau aus New York

Tamika Campbells Auftritt traf das Publikum wie ein Orkan. Die Powerfrau aus New York räumte erst einmal mit Klischees auf - über Afroamerikaner, Deutsche und Disneyfiguren. Sie brachte den Zuschauern die deutsche Sprache näher, erzählte vom Kampf von Eltern und Kindern.

„Niemand hat auf ihn gewartet, und trotzdem ist er hier“, ließ sich dann Brian O‘Gott ankündigen. Modisch fragwürdig gekleidet wie eine Wandtapete der siebziger Jahre deklarierte der Kasseler Märchen und, mit Gitarrenunterstützung, Geschichten aus dem Leben, wie sie wohl nur ein Komiker erlebt. Seinen Auftritt beschloss O‘Gott mit „andächtigeren Tönen“, die sich natürlich nach wenigen Sekunden als gar nicht so andächtig herausstellten.

Das spektakuläre Ende des Abends zelebrierte das Duo Siegfried & Joy. Die beiden jungen Künstler überzeugten ihr Publikum mit der wohl ersten Zaubershow der Welt, die ohne einen einzigen Zaubertrick auskommt, und doch verblüfften sie die Zuschauer mehrfach.

Dank des großen Publikumserfolgs ist das nächste Gastspiel der Komischen Nacht in Göttingen bereits geplant. Am 16. Oktober kommt die Veranstaltung mit neuen und alten Künstlern erneut in die Stadt.

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