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Vier Jahre Haft für Überfall auf Penny-Markt in der Göttinger Südstadt

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Von: Heidi Niemann

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Nach Überzeugung der Staatsanwaltschaft soll der Angeklagte eine Göttinger Filiale des Discounters Penny überfallen haben. (Symbolbild)
Nach Überzeugung des Gerichts hat der Angeklagte eine Göttinger Filiale des Discounters Penny überfallen. (Symbolbild) © Oliver Berg/dpa

Mitte Januar überfällt ein Mann einen Göttinger Supermarkt. Jetzt wird ein 21-Jähriger wegen schwerer räuberischer Erpressung verurteilt.

Göttingen – Ein Raubüberfall auf die Filiale eines Lebensmittel-Discounters in Göttingen hat ein strafrechtliches Nachspiel gefunden. Das Landgericht Göttingen verurteilte einen 21-jährigen Mann aus Göttingen wegen besonders schwerer räuberischer Erpressung sowie des unerlaubten Besitzes von Betäubungsmitteln zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von vier Jahren.

Außerdem habe die Kammer seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet, teilte ein Gerichtssprecher mit.

Laut Anklage hatte der 21-Jährige Mitte Januar gegen 21.40 Uhr im Penny-Markt in der Leibnizstraße einer Kassiererin ein 35 Zentimeter langes Messer vorgehalten und gesagt: „Es tut mir leid, aber Sie müssen das Geld aus der Kasse holen.“

Die Mitarbeiterin habe ihm dann erklärt, dass sie die Kasse ohne einen Kaufvorgang nicht öffnen könne. Daraufhin habe der Angeklagte einen Staudensellerie aus der Gemüseabteilung geholt. Die Kassiererin habe noch versucht, einen Alarmknopf zu drücken, dies habe er indes unterbunden. Daraufhin habe sie den Staudensellerie gescannt, die Kasse geöffnet und ihm das darin befindliche Bargeld gegeben. Insgesamt soll der Angeklagte 790 Euro erbeutet haben. Das Gericht ordnete an, dass dieser Betrag von ihm eingezogen wird.

Der 21-Jährige musste sich in dem Prozess auch wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz verantworten. Bereits im vergangenen November hatte die Polizei bei einer Durchsuchung in seiner Göttinger Wohnung rund sechs Gramm Marihuana und 22 Gramm Haschisch gefunden. Mitte Januar durchsuchten die Fahnder dann erneut seine Wohnung, weil er im Verdacht stand, zwei Tage zuvor den Raubüberfall begangen zu haben. Dabei stellten die Beamten neben 110 Euro Bargeld auch 24 Gramm Marihuana sicher.

Der Angeklagte hatte zu Beginn des Prozesses die Vorwürfe eingeräumt. Seinen Angaben zufolge hatte er den Überfall begangen, weil er Geld benötigte, um seine Drogensucht zu finanzieren und seine Schulden bei Dealern bezahlen zu können.  pid

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