Vier Neubauten und ein Umbau für 840 Flüchtlinge sollen 2016 entstehen

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Neubau auf den Zietenterrassen: Diese Häuser sind Vorbild für ein Projekt im Bereich Europaallee/Holtenser Landstraße. 

Göttingen. Die Stadt Göttingen baut weitere Flüchtlingswohnheime. Analog zum Vorbild Zietenterrassen sollen vier Neubauten entstehen, dazu kommt ein Umbau.

Aber: Im Gegensatz zum Zieten-Gebäude sollen alle später dem Sozialen Wohnungsbau und Studentischen Wohnen dienen. 2016 sollen somit 840 Plätze in Neubauten für Flüchtlinge bereitstehen.

Aktualisiert um 19.10 Uhr

Selbst das wird aber nicht ausreichen. Im Bauausschuss, wo die Planung am Donnerstagabend vorgestellt wurde, sagte Stadtbaurat Thomas Dienberg, dass man – wie 2015 – auch 2016 von 1300 zugewiesenen Flüchtlingen ausgeht. „Und dann wird es weitergehen“, sagte Dienberg, der die Ratsmitglieder um eine schnelle Zustimmung bat: „Es geht um die Geschwindigkeit, wir müssen bei den Projekten Tempo machen.

Gebaut werden soll in Kooperation mit der Städtischen Wohnungsbaugesellschaft GmbH. Eine Projektierung mit Privatinvestoren wäre problematisch. Dienberg führt den Zeitdruck als Problem an und nennt ein weiteres: „Es sind viele Glücksritter unterwegs, die schnelles Geld machen wollen. Die Angebote müssten ausgiebig und zeitintensiv geprüft werden.“

Hier soll gebaut werden:

• Europaallee/Holtenser Berg. Lage: Auf einem Grundstück Ecke Europaallee/Holtenser Landstraße. Grundstückseigentümer: Stadt, verpachtet an Landwirt, Verhandlungen laufen. Bauweise: Module aus Holz oder Beton. Kapazität: 180 Plätze. Spätere Nutzung: Sozialwohnungen. Vorteile: Gute Anbindung an Wohngebiete, Versorgunng, Schulen und Kita.

• Hagenweg. Lage: Nähe Musa, an der Straße Hagenweg. Eigentümer: Städtische Wohnungsbau GmbH. Bauweise: Holz-Fertigteile. Kapazität: 100 Plätze/18 Wohnungen. Spätere Nutzung: Sozialwohnungen. Vorteil: Gute Anbindung an Infrastruktur.

• Nohlstraße. Lage: Nähe Niversitätsmedizin, Von-Siebold-Straße. Eigentümer: Universität, Verhandlungen laufen. Bauweise: Holzfertigbaukonstruktion. Kapazität: 150 bis 180 Plätze. Spätere Nutzung: Studentenwohnungen. Abstimmung mit dem Studentenwerk läuft.

• Grone. Lage: Nähe Lütjen Feldsweg, Stadtfriedhof, auf Grundstück der „Blauen Halle“. Bauweise: Module. Entwicklung/Bauherr: unklar. Kapazität: 180 Plätze. Spätere Nutzung: Wohnungen.

Dazu kommt ein Projekt, dass schon länger im Gespräch ist: Das Telekom-Gebäude an der Hannoverschen Straße. Hier könnten 200 Plätze entstehen. „In relativ kurzer Zeit“, wie Thomas Dienberg betont. Die Verhandlungen über die städtische Gesellschaft für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung Göttingen (GWG) laufen. Problem: Das Gebäude ist teilweise vermietet. In Frage käme ein Anmieten oder der Kauf.

Die Stadt geht jeweils von einer Bauzeit von sechs Monaten aus. Mit dem Bezug könne man im zweiten Teil des Jahres 2016 rechnen. Im Bauausschuss warb Dienberg für eine schnelle Beschlussfassung. 4,2 Millionen Euro sollen in Kürze freigegeben werden.

„Bis dahin wartet noch eine Menge Arbeit auf uns“, sagt Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler. Aus dessen Sicht werden auch aktuell noch weitere Anstrengungen notwendig sein, um die Zuweisungsquote von etwa 1230 Flüchtlingen bis Ende Januar 2016 zu erfüllen. 

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