Ottobock und Handwerk zeigten Berufe

Zukunftstag mit virtuellen Einblicken in die Berufswelt

Mini-Windmühle aus Ziegelsteinen und Holz: Sie entstand beim Zukunftstag des Handwerks. Die Bausätze wurden den Teilnehmern zugeschickt.
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Mini-Windmühle aus Ziegelsteinen und Holz: Sie entstand beim Zukunftstag des Handwerks. Die Bausätze waren den Teilnehmern zugeschickt worden.

Wegen der Coronavirus-Pandemie hätte der Zukunftstag eigentlich ausfallen müssen. Doch Firmen und Institutionen gaben - auf digitalem Weg - Einblicke in ihre Arbeit.

Göttingen/Duderstadt - Etwa 70 Schülerinnen und Schüler aus der Region nutzten die Aktion, um sich an sieben digitalen Stationen über die Aufgaben und Berufsbilder bei der Duderstädter Firma Ottobock zu informieren. Die Entscheidung, welche Station am besten zu den persönlichen Interessen passt, konnten die Kinder und Jugendlichen bereits im Vorfeld treffen. Die entsprechenden Materialien wurden ihnen zur Vorbereitung zugeschickt.

Betreut wurden die einzelnen Stationen von Ottobock- Mitarbeitern, die von Duderstadt aus ihre Gruppen digital durch das jeweilige Programm führten. Die Teilnehmer konnten auswählen, ob sie sich anhand eines Robotermodells einen Einblick in das Zusammenspiel von Sensorik und Aktorik (Roboterantriebe) verschaffen oder mit dem „Calliope“, einem Mini-Computer, erste Erfahrungen beim Programmieren sammeln wollten.

An anderen Stationen wurde der Frage nachgegangen, wie eigentlich ein 3D-Scanner arbeitet oder wie ein Gipsabdruck entsteht. „Viele Schulpraktika fallen aus, ein wichtiger Bestandteil in der Berufsorientierung fehlt dadurch. Das macht den Zukunftstag in diesem Jahr besonders wichtig“, machte Jana Klingebiel, Personalreferentin Berufsausbildung bei Ottobock, deutlich.

42 Jungen und Mädchen waren beim Zukunftstag des Handwerks dabei. Um trotz des digitalen Formats die Praxis nicht aus den Augen zu verlieren, erhielten alle Teilnehmenden eine Handwerker-Box, in der sich neben wichtigen Informationen zu den Ausbildungsberufen auch ein kompletter Bausatz zum Kennenlernen des Maurerhandwerks befand. So lernten die Jugendlichen, wie ein Mörtel richtig angerührt werden muss.

Anschließend ging es darum, Ziegelsteine genau zu platzieren und zu verfugen. So entstand der erste Teil einer Windmühle. „Das kommt schon ziemlich gut an die echte Arbeit als Maurer heran, nur halt etwas kleiner“, sagte Marcus Hüls, Lehrwerkmeister an den Berufsbildungszentren der Handwerkskammer, der den Teilnehmern live den Bau der Miniatur-Windmühle zeigte und dabei nebenbei die wichtigsten Informationen zum Maurerhandwerk vermittelte. Folgende Berufe wurden unter anderem ebenfalls präsentiert: Friseur, Maler und Lackierer sowie Tischler.

Auch das Deutsche Theater warb virtuelle und mit kreativen Beiträgen für die Ausbildungsberufe, die im Haus angeboten werden. (Bernd Schlegel)

Zukunftstag bei Ottobock in Duderstadt: Die Teilnehmer, die aus mehreren Angeboten auswählen konnten, erhielten vorab die benötigten Materialien.

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